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Vogl entscheidet irres Derby

BadAbbachKareth-Lappersdorf war gegen Bad Abbach schon „klinisch tot", ehe Max Vogl doppelt zuschlug

Foto: Würthele

Mehr als das, was die 250 Interessierten am Samstag auf Kareths Höhen zu Gesicht bekamen, kann man von einem Derby wahrlich nicht erwarten. Der gastgebende TSV Kareth-Lappersdorf, zehn Minuten vor Schluss schon „klinisch tot", wie es Trainer Sepp Schuderer später formulierte, kämpfte sich gegen den TSV Bad Abbach noch einmal zurück, um in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer zu erzielen. Ein irres Spiel in der Fußball-Landesliga Mitte – „das wir glücklich gewonnen haben, keine Frage", so Schuderer.

Manche Fans dürften sich bei einem Blick auf die Karether Startelf verwundert die Augen gerieben haben. Der junge Julian Kessner und Reservespieler Florian Schottenloher feierten ihr Startelfdebüt, zudem stand mit Stefan Glötzl erstmals nicht die etatmäßige Nummer eins, Thomas Rachner, zwischen den Pfosten. Eine andere Wahl hatte der Coach freilich nicht: die Verletztenliste beim TSV war so lang wie nie.

Doch der Platzherr ließ sich davon zunächst nicht anmerken und legte sogleich forsch los. In einer flotten Anfangsphase verzeichnete Bad Abbachs Matthias Lang den ersten ernstzunehmenden Abschluss, welcher aber zu zentral aufs Tor kam (9.). Gästetrainer Stefan Wagner, der früh den ersten Wechsel vornehmen musste und den vom Feld humpelnden Bartlick für Schröppel ersetzte, sah, wie sich seine Mannschaft an der Karether Defensive die Zähne ausbiss. Die nächste Torchance erst wieder in Minute 31. Die aber hatte es in sich: wieder war es Lang, der Glötzl im Karether Tor mit einem wuchtigen Kopfball zu einer Glanzparade zwang. Kurz darauf verletzte sich Stefan Glötzl ohne Fremdeinwirkung, musste ausgewechselt werden – Diagnose: Achillessehnenriss. Christoph Lehner, Kareths Nummer 3, kam. Und der erlebte einen denkbar schlechten Einstand. Sekunden auf dem Feld, legte Haltmayer von der Grundlinie zurück und Tobias Doblinger ließ Lehner aus acht Metern keine Chance (38.). „Da haben wir gepennt", kommentierte Schuderer das Tor.

Kurz nach Wiederbeginn hatte Lang das 0:2 auf dem Fuß. Ebner ließ sich den Ball abluchsen, Lang schaltete schnell, aber brachte das Leder aus neun Metern nicht im Tor unter (50.). Die Karether kämpften und rackerten weiter unermüdlich, wollten keinen Zweikampf verlieren. Die Belohnung folgte in der 58. Minute: Fuchs konnte Vogls Freistoß aus dem Halbfeld nicht aufnehmen, Matthias Brunnbauer stand goldrichtig und köpfte mühelos ein. Die Heimelf hatte nun eine gute Phase, sah sich zehn Minuten später aber erneut in Rückstand. Und wieder verteilte die Hintermannschaft Geschenke: diesmal klärte Schottenloher nicht entscheidend, Florian Fischer eroberte sich den Ball und haute ihn kompromisslos in rechte, lange Eck (67.).

Kareth gab sich noch nicht auf und warf nun, gerade nachdem Abbachs Schröppel Gelb-Rot gesehen hatte (78.), alles nach vorne. Mit Erfolg: Fuchs' Faustabwehr landete vor den Füßen von Maximilian Vogl, der das Spielgerät aus 18 Metern wunderschön in den rechten Knick schlenzte (84.) – alles wieder auf Null gestellt. Doch dieses Spiel hatte noch eine Pointe. Die 92. Minute: Vogls Freistoß aus dem Halbfeld titschte kurz vor dem Tor nochmal auf, Fuchs sah nicht gut aus, und der Ball lag im Netz.

Sepp Schuderer konnte seine Glück nach dem Spiel kaum in Worte fassen. „So, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, hat sie sich das verdient. Auch wenn ein Unentschieden über die 90 Minuten gerechter gewesen wäre". Für einen seiner Schützlinge hatte der Trainer noch ein Sonderlob parat: „Max Vogl war wie aufgedreht, der absolute Matchwinner heute".

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