Vielfalt
1963 bis heute

18 Abteilungen. Ein TSV.

Die Geschichte unserer sportlichen Vielfalt.

Aus ersten Turngruppen, neuen Sportideen, viel Eigenleistung und dem Engagement vieler Menschen entwickelte sich auf Kareths Höhen Schritt für Schritt ein vielseitiger Mehrspartenverein. Der Fußball gehört selbstverständlich zu den heutigen 18 Abteilungen; weil seine Geschichte auf einer eigenen History-Seite ausführlich erzählt wird, stehen hier vor allem die weiteren Sportarten und ihre Entwicklung im Mittelpunkt.

18 Abteilungen bilden heute gemeinsam den TSV Kareth-Lappersdorf.
1963 beginnen die ersten dauerhaften Schritte zum Mehrspartenverein.
2021 wird mit Badminton die jüngste heutige TSV-Abteilung gegründet.
≈ 1.100 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Sportliche Vielfalt

Der Wandel begann in den 1960er Jahren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der TSV über lange Zeit vor allem ein Fußballverein. Doch Kareth und Lappersdorf veränderten sich. Neue Wohngebiete entstanden, junge Familien kamen hinzu und mit ihnen wuchs der Wunsch nach weiteren Möglichkeiten für Bewegung, Training und gemeinsames Vereinsleben.

Die neue Schulturnhalle schuf Anfang der 1960er Jahre erstmals bessere Voraussetzungen für Sport jenseits des Fußballplatzes. Aus zunächst selbstständigen Gruppen wurden feste Angebote. Menschen brachten neue Sportarten mit, übernahmen Verantwortung und organisierten Training. In den 1970er Jahren beschleunigte sich diese Entwicklung enorm.

Der Fußball blieb dabei ein prägender Teil des TSV und gehört selbstverständlich zu den heutigen 18 Abteilungen. Seine eigene, besonders umfangreiche Geschichte wird auf einer separaten History-Seite erzählt; hier richtet sich der Blick auf die Entwicklung der sportlichen Vielfalt daneben.

Gleichzeitig entstanden mit dem Sportzentrum und später der Gemeindehalle Räume, in denen sich neue Abteilungen dauerhaft entwickeln konnten. Sportangebot und Sportstätten wuchsen dabei miteinander.

Aus einem stark vom Fußball geprägten Verein wurde so Schritt für Schritt der heutige TSV mit 18 Abteilungen.

01 1963–1969
Erste neue Wege

Plötzlich war beim TSV mehr möglich als Fußball.

Die neuen Sportmöglichkeiten an der Schule und der Wunsch nach gemeinsamer Bewegung brachten Gruppen hervor, aus denen später feste TSV-Abteilungen wurden.

Einen wichtigen Ausgangspunkt bildete die 1963 in Betrieb genommene Sporthalle der Volksschule Lappersdorf. Sportbegeisterte Männer nutzten die neuen Möglichkeiten für Boden- und Geräteturnen, Leichtathletik, Ballspiele und das Sportabzeichen. Zunächst war diese Gruppe noch nicht Teil des TSV.

Auch für Frauen entstanden in den 1960er Jahren eigene Bewegungsangebote. Damit zeichnete sich erstmals ab, dass organisierter Sport in Kareth und Lappersdorf weit mehr sein konnte als Mannschaftsfußball.

1963 Wurzeln · seit 1970 im TSV

Männerturnen

Hans Lachner gab den Anstoß für eine sportbegeisterte Männergruppe. Anfangs wurde ausgesprochen vielseitig trainiert: Geräte- und Bodenturnen, Leichtathletik, Ballspiele und Sportabzeichen gehörten selbstverständlich zusammen.

Im März 1970 trat die Gruppe dem TSV bei. Zeitweise gab es sogar eine eigene Jugendgruppe. 1973 nahm die Abteilung an einer Faustball-Verbandsrunde teil – und gewann ihre Runde.

Hans Lachner prägte die Abteilung mehr als drei Jahrzehnte. Später gehörten unter anderem Fußballtennis und Gymnastik zum festen Programm.
1964 / 1973 / 2009 Mehrere Wurzeln

Fitness & Turnen

Die heutige Abteilung hat mehrere historische Wurzeln. Bereits 1964 entstanden feste Angebote im Frauenturnen. 1973 kam eine eigene Freizeitabteilung hinzu.

Über Jahrzehnte entwickelten sich daraus zahlreiche Angebote für Kinder, Erwachsene und ältere Mitglieder – von Gymnastik und Tanz bis zum Kinder- und Gesundheitssport. 2009 wurden die gewachsenen Strukturen schließlich zur heutigen Abteilung Fitness & Turnen zusammengeführt.

Männerturnen · historische Aufnahme Heinz Haushofer und Hans Lachner – aus der frühen Phase der sportlichen Erweiterung des TSV.
02 1970–1974
Der große Aufbruch

Innerhalb weniger Jahre verändert sich der Verein grundlegend.

Schach, Eisstock, Ski, Tennis, Leichtathletik und Tischtennis: In der ersten Hälfte der 1970er Jahre entstand ein großer Teil der sportlichen Vielfalt, die den TSV bis heute auszeichnet.

Der Wandel hatte auch mit der Entwicklung der Gemeinde zu tun. Neue Wohngebiete brachten viele Familien nach Lappersdorf und Kareth. Sie suchten Anschluss, Freizeitmöglichkeiten und Sportangebote für Erwachsene und Kinder.

Gleichzeitig entstanden immer mehr Gruppen außerhalb des bisherigen Fußballbetriebs. Für den TSV war das eine entscheidende Weichenstellung: Aus einzelnen Initiativen wurden feste Abteilungen unter einem gemeinsamen Vereinsdach.

1970 Denksport auf Kareths Höhen

Schach

Schon wenige Jahre nach der Gründung spielte die Abteilung auf hohem Niveau. 1972/73 erreichte sie bereits die Landesliga Süd. Parallel wurde früh erkannt, dass die Zukunft auch hier im eigenen Nachwuchs liegt.

Dreikönigsblitz seit 1978. 1990 Bundesliga-Schach in Lappersdorf mit sieben Großmeistern. Bayerischer Jugendmeister 1993/94.
1971 Viel Eigenleistung

Eisstock

Die Eisstockschützen mussten in ihren Aufbaujahren immer wieder improvisieren. Auf einen Bauwagen folgte eine Asphaltbahn am neuen Sportplatz. Später entstand gemeinsam mit Verein und Gemeinde eine größere Anlage.

Auf der gemeinsam genutzten Fläche waren zeitweise sieben Stockbahnen, zwei Tennisplätze und zwei Volleyballfelder markiert.

1971 Vom Gasthaus in die Berge

Ski & Bergsport

Hans Lachner sen., Hans Herrmann sen. und Erich Dürmeier gaben im Oktober 1971 den Anstoß. Zur Gründungsversammlung kamen 36 Skibegeisterte.

Bereits 1973 hatte die Abteilung rund 350 Mitglieder; 1986 überschritt sie sogar die Marke von 900.

Skihaserlball mit rund 300 Besuchern. Schneiderberghütte als prägender Treffpunkt. Seit 2004 Engagement im Blindenskisport.
1972 Der Tennisboom erreicht Lappersdorf

Tennis

Der erste Tennisplatz war noch der Allwetterplatz bei der Mittelschule. Sein rauer schwarzer Belag färbte die damals weißen Tennisbälle schnell grau.

1976 zählte die Abteilung bereits rund 340 Mitglieder. Später erreichte Tennis zeitweise etwa 700 Mitglieder und gehörte damit zu den größten Bereichen des Vereins.

1974 Laufen · Springen · Werfen

Leichtathletik

Am 1. Januar 1974 wurde die Leichtathletik als eigene Abteilung gegründet. In den folgenden Jahrzehnten errangen Karether Athletinnen und Athleten zahlreiche Erfolge.

Talentierte Diskuswerfer führten zum Bau einer eigenen Wurfanlage. Rund fünfzehn Meisterschaften des BLV-Kreises Oberpfalz Süd wurden im Sportzentrum ausgerichtet.

1974 Von zwei Platten Richtung Bundesliga

Tischtennis

Horst Hieronymus gründete die Abteilung am 16. Januar 1974. Trainiert wurde zunächst auf zwei Platten im Gymnastikraum der Schulturnhalle.

Nur zehn Monate später zählte die Abteilung bereits 23 Erwachsene und 59 Jugendliche.

Aufstiege bis in die Regionalliga. 1996/97 sportliches Aufstiegsrecht in die 2. Bundesliga.
03 1974–1987
Räume schaffen Möglichkeiten

Das Sportzentrum wird zum Motor der Vielfalt.

Neue Abteilungen brauchten Hallen, Plätze und Räume. Gleichzeitig ermöglichten die neuen Anlagen wiederum weitere Sportarten.

Mitte der 1970er Jahre entstand mit enormem Einsatz das neue Sportzentrum auf Kareths Höhen. Verein, Gemeinden und Schulverband arbeiteten zusammen, zahlreiche Mitglieder halfen praktisch mit. Ende 1976 wurde das Vereinszentrum feierlich übergeben.

1987 folgte mit der neuen Dreifachturnhalle der Gemeinde ein weiterer entscheidender Schritt. Gerade Hallensportarten fanden damit Bedingungen, die vorher kaum denkbar gewesen wären.

Ein Ort für viele Sportarten

Auf Kareths Höhen wächst nicht nur ein Gebäude.

Das Sportzentrum wurde zum gemeinsamen Zuhause des Mehrspartenvereins. Hallen, Außenanlagen, Kegelbahn, Tennisplätze, Stockbahnen und weitere Sportflächen machten aus dem breiten Sportangebot gelebten Alltag.

Als 1987 auch die neue Gemeindehalle fertiggestellt war, präsentierten die Abteilungen bei einem großen Festabend die inzwischen entstandene sportliche Vielfalt.

Sportzentrum und Gemeindehalle · 1987
Die räumliche Grundlage für viele der heutigen Abteilungen.
1977 Vom Ligavolleyball zum Freizeitsport

Volleyball

Adi Klein baute die neue Abteilung auf. Bereits im ersten Jahr startete eine Herrenmannschaft in der Kreisliga. 1978/79 waren es schon drei Teams.

Ab 1999 kam Beachvolleyball hinzu. Später verlagerte sich der Schwerpunkt stärker in Richtung Freizeitliga.

1977 Acht Mitglieder am Anfang

Kegeln

Am 27. Juli 1977 wurde die Kegelabteilung mit nur acht Mitgliedern gegründet. Bereits wenige Monate später waren es deutlich mehr.

Bis in die 1990er Jahre stiegen Mannschaften bis zur Bezirksliga A Süd auf. Auch die Kegelbahn selbst wurde mehrfach erneuert und modernisiert.

1982 Tutti Frutti

Rock’n’Roll & Boogie Woogie

Die Geschichte begann 1979 im Circus Krone: Sonja und Peter Mückl sahen dort eine Rock’n’Roll-Weltmeisterschaft und waren begeistert.

1981 entstand beim TSV die Gruppe „Tutti Frutti“, 1982 wurde sie eigenständige Abteilung.

Zeitweise rund 300 Mitglieder. Deutsche und internationale Spitzenplatzierungen. 2011 Deutsche Meisterschaft im Boogie Woogie in Lappersdorf.
1987 Die Hallenhöhe macht es möglich

Trampolin

Die neue Gemeindehalle hatte etwas Entscheidendes: genügend Höhe. Heinz und Henriette Krammel wechselten daraufhin von der Regensburger Turnerschaft nach Lappersdorf und gründeten die Trampolinabteilung.

Mehrere Bayerische Meistertitel. Wiederholt erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Teilnahme an Deutschen Jugendmeisterschaften.
1976–2021 Historische Abteilung · heute nicht mehr aktiv

Sportschützen

Auch Abteilungen können Teil der Vereinsgeschichte werden, obwohl sie heute nicht mehr bestehen. Die Sportschützen wurden am 15. Dezember 1976 gegründet und prägten den TSV über 45 Jahre.

Die Abteilung richtete Wettbewerbe aus und war über Jahrzehnte fester Bestandteil des Vereinslebens. Zum 31. Dezember 2021 endete der Sportbetrieb; im Januar 2022 wurde die Auflösung organisatorisch abgeschlossen.

Helene Seidl leitete die Abteilung seit 1988 über viele Jahre. Bei einer großen Landkreismeisterschaft kamen 666 Schützinnen und Schützen auf die Anlage. Die Sportschützen gehören deshalb zur Geschichte der TSV-Abteilungen, auch wenn sie nicht zu den heutigen 18 zählen.
04 1997–2009
Gesundheit und Kampfsport

Der TSV übernimmt neue Aufgaben.

Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre erweitert sich das Spektrum noch einmal deutlich.

1997 Leben ist Bewegung

Herzsport

Die Idee kam von Heinz Rölz. Nach einer Bypass-Operation wurde ihm in der Rehabilitation regelmäßiges Training in einer Herzsportgruppe empfohlen.

Die neue TSV-Gruppe begann mit zwölf Teilnehmern, einem geliehenen Notfallkoffer und einem gemieteten Defibrillator.

1999 Fünf Freunde mit einer Idee

Karate

Im Oktober 1999 entstand bei einigen Trainingskollegen die Idee einer eigenen Karateabteilung. Fünf Freunde stellten das Konzept der Vereinsführung vor.

Bis 2017 wuchs die Abteilung auf mehr als 100 Mitglieder, darunter viele Kinder und Jugendliche.

2005 Als Gruppe zum TSV

Judo

Judo entstand nicht bei null: Die Gruppe wechselte 2005 als bestehende Gemeinschaft zum TSV und brachte Mitglieder und Trainer mit.

Später rückten Technikvielfalt, Technikverständnis und ein am Kodokan-Judo orientierter Breitensport stärker in den Mittelpunkt.

2009 Strukturen verändern sich

Fitness & Turnen wird neu gebündelt

2009 wurden die gewachsenen Turn-, Freizeit- und Fitnessstrukturen organisatorisch neu zusammengeführt.

Damit entstand aus mehreren historischen Wurzeln die heutige Abteilung Fitness & Turnen.

05 2010–heute
Neue Sportkultur

Auch ein Traditionsverein bleibt in Bewegung.

Ultimate Frisbee und Badminton zeigen, dass die Entwicklung des Sportangebots keineswegs abgeschlossen ist.

2017 Ratisbona Eagles · 18. Abteilung

Ultimate Frisbee

Die Wurzeln der späteren TSV-Abteilung reichen bis in die frühen 2000er Jahre zurück. Turniererfahrung kam ab 2007 hinzu.

2017 schlossen sich die Ratisbona Eagles dem TSV an und Ultimate Frisbee wurde als 18. Abteilung in den Verein aufgenommen. Schon im ersten Jahr beim TSV wuchs die Gruppe stark; die Mitgliederzahl hatte sich gegenüber dem Start nahezu verdoppelt.

Rund 25 Mitglieder beim Wechsel zum TSV. Die Herren schafften anschließend sowohl in der Halle als auch auf dem Feld den Aufstieg in die 1. Liga. Eigene Kinder- und Jugendstruktur und Gastgeber überregionaler Nachwuchswettbewerbe. Fairplay und Eigenverantwortung gehören beim Ultimate unmittelbar zum Spiel.
2021 Aus Betriebssport wird TSV-Abteilung

Badminton

Der Ausgangspunkt war ungewöhnlich: 2020 nutzte eine Siemens-Betriebssportgruppe die frisch renovierte TSV-Halle zum Badmintontraining. Aus dem regelmäßigen Training entstand der Wunsch, dauerhaft Teil des TSV zu werden.

Im Oktober 2021 wurde die Badmintonabteilung gegründet. Anfang 2022 zählte sie bereits 28 Mitglieder. Zur Saison 2025/26 folgte der nächste Schritt: Erstmals meldete die Abteilung eine Mannschaft für den offiziellen Ligabetrieb.

Gründungsversammlung im Oktober 2021. Anfang 2022 bereits 28 Mitglieder. Ligapremiere 2025/26 mit 18 Begegnungen. Platz 6 von 10 Mannschaften in der Premierensaison.

Geschichte wird auch heute geschrieben

2011 Boogie-Woogie-DM

Deutsche Meisterschaft in der Gemeindehalle vor rund 800 Zuschauern.

2025 Ultimate-Nachwuchs

Die Ratisbona Eagles richten einen großen Nachwuchswettbewerb in Lappersdorf aus.

2026 Blindenskisport

Das inklusive Engagement der Skiabteilung erhält überregionale Anerkennung.

heute 18 Abteilungen

Unterschiedliche Sportarten bilden gemeinsam einen Verein.

06 Generationen
Die nächste Generation

Jugendarbeit verbindet die Abteilungen.

Die Jugend ist keine einzelne Sportart neben den anderen. Sie zieht sich quer durch den gesamten Verein.

Rund 1.100 Mitglieder des TSV sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Hinter dieser Zahl stehen ganz unterschiedliche Wege: Kinderturnen, Tanz, Tischtennis, Tennis, Leichtathletik, Kampfsport, Trampolin, Ultimate Frisbee und viele weitere Angebote.

Manche Abteilungen erkannten schon wenige Jahre nach ihrer Gründung, wie wichtig eigener Nachwuchs ist. Bei Tischtennis waren zehn Monate nach der Gründung bereits 59 Jugendliche dabei. Auch Ski, Rock’n’Roll, Trampolin und viele weitere Bereiche entwickelten früh eigene Nachwuchsstrukturen.

Ein sichtbares Symbol gemeinsamer Jugendarbeit ist die Kinderolympiade. Bereits 2002 fand die 25. Ausgabe statt. 2017 nahmen rund 230 Kinder teil. Heute verbindet sie Bewegung, Familienfest und Gesamtverein.

rund 1.100 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
25. Kinderolympiade bereits im Jubiläumsjahr 2002.
230 Kinder nahmen 2017 an der Kinderolympiade teil.
viele Abteilungen tragen eigene Kinder- und Jugendangebote.
Kinderolympiade & Familienfest · 2026 Vier Momentaufnahmen aus dem heutigen Vereinsleben: Die Geschichte des TSV wird von der nächsten Generation weitergeschrieben.
07 Fundstücke
Nicht nur Jahreszahlen

Geschichten, die keine Tabelle erzählt.

Gerade kleine Episoden zeigen, wie viel Improvisation, Begeisterung und manchmal auch Humor in der Geschichte der Abteilungen steckt.

1972 Tennisbälle wurden schnell grau

Der erste Tennisplatz war ein rauer schwarzer Allwetterplatz. Die damals noch weißen Bälle sahen nach kurzer Zeit entsprechend mitgenommen aus.

1970er Drei Sportarten auf derselben Fläche

Auf einer einzigen Asphaltfläche lagen zeitweise sieben Eisstockbahnen, zwei Tennisplätze und zwei Volleyballfelder.

1972 300 Gäste beim Skihaserlball

Bereits im Jahr nach der Ski-Gründung kamen rund 300 Besucher zum Skihaserlball im Lappersdorfer Pfarrsaal.

1979 Eine Weltmeisterschaft verändert den TSV

Eine Rock’n’Roll-WM im Circus Krone begeisterte so sehr, dass wenige Jahre später eine eigene TSV-Abteilung entstand.

1990 Sieben Großmeister in Lappersdorf

Bei einem Bundesliga-Spieltag der Schachabteilung saßen sieben Großmeister an den Brettern.

1997 Herzsport startet mit geliehener Sicherheit

Die neue Herzsportgruppe begann mit geliehenem Notfallkoffer und gemietetem Defibrillator.

1996/97 Sportlich in die 2. Bundesliga

Die Tischtennisabteilung erkämpfte das Aufstiegsrecht, nahm den Schritt aus finanziellen und personellen Gründen jedoch nicht wahr.

2002 10.000 Meter gegen die Weltrekordzeit

Zum 75. Vereinsgeburtstag machten die Leichtathleten die Weltrekorddimension mit einer 50×200-Meter-Staffel anschaulich.

08 Zahlen & Überblick
Sportliche Vielfalt in Zahlen

Zahlen, hinter denen Menschen und Aufbauarbeit stehen.

18 Abteilungen gehören heute gemeinsam zum TSV.
45 Jahre waren die Sportschützen von 1976 bis Ende 2021 Teil des TSV.
36 Skibegeisterte waren 1971 bei der Gründung der Skiabteilung dabei.
82 Erwachsene und Jugendliche zählte Tischtennis nach rund zehn Monaten.
≈350 Mitglieder hatte die Skiabteilung bereits 1973.
≈700 Mitglieder erreichte Tennis zeitweise auf seinem Höhepunkt.
>900 Mitglieder überschritt die Skiabteilung 1986.
≈1.100 Mitglieder sind heute Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Die sportliche Vielfalt auf einen Blick

Von den ersten Turngruppen bis zur jüngsten Abteilung

1963 Männerturnen – erste Gruppe; 1970 Eintritt in den TSV.
1964 Frauenturnen – eine Wurzel von Fitness & Turnen.
1970 Schach
1971 Eisstock und Ski & Bergsport
1972 Tennis
1973 Freizeit – weitere Wurzel von Fitness & Turnen.
1974 Leichtathletik und Tischtennis
1976–2021 Sportschützen – historische TSV-Abteilung über 45 Jahre.
1977 Volleyball und Kegeln
1982 Rock’n’Roll & Boogie Woogie
1987 Trampolin
1997 Herzsport
1999 Karate
2005 Judo
2009 Fitness & Turnen wird neu gebündelt.
2017 Ultimate Frisbee
2021 Badminton – Gründung im Oktober; 2025/26 erstmals im offiziellen Ligabetrieb.
heute 18 Abteilungen. Ein gemeinsamer TSV.
Zur Einordnung: Grundlage dieser Seite sind insbesondere die Festschrift „90 Jahre TSV“ von 2017, das Vereinsarchiv, die Berichte und Unterlagen der Mitgliederversammlungen, die aktuelle Jubiläumsrecherche sowie die heutigen Abteilungsseiten. Historische Angaben werden ergänzt, wenn neue Quellen, Bilder oder Erinnerungen auftauchen.   Kurzchronik ansehen →   Ausführliche Vereinschronik →
Was diese Geschichte im Kern zeigt

18 Abteilungen. Viele Geschichten. Ein TSV.

Die Geschichte der sportlichen Vielfalt ist keine Nebengeschichte des Vereins. Sie ist die Geschichte seines Wachstums: Aus einzelnen Gruppen wurden Abteilungen, aus improvisierten Trainingsmöglichkeiten eigene Anlagen und aus neuen Sportideen feste Bestandteile des TSV. Manche Angebote kamen hinzu, andere – wie die Sportschützen nach 45 Jahren – wurden Teil der abgeschlossenen Vereinsgeschichte.

Entscheidend waren dabei nie nur Hallen, Plätze oder sportliche Erfolge. Entscheidend waren Menschen: Gründerinnen und Gründer, Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Verantwortliche, Helfer und Generationen von Mitgliedern, die aus Ideen dauerhafte Strukturen gemacht haben.

Und diese Geschichte ist nicht abgeschlossen. Neue Sportangebote, neue Generationen und neue Formen des Ehrenamts werden den TSV auch in Zukunft weiter verändern.