Hinschauen. Zuhören.
Verantwortung übernehmen.
Kinder und Jugendliche sollen sich beim TSV sicher, respektiert und ernst genommen fühlen – im Training, im Wettkampf und im gesamten Vereinsleben.
Sprich mit einer Person, der du vertraust, oder wende dich direkt an unsere Ansprechpersonen.
Ein sicherer Ort für junge Menschen
Sport verbindet Menschen und schafft Vertrauen. Dieses Vertrauen bringt eine besondere Verantwortung mit sich. Wir möchten, dass Kinder und Jugendliche beim TSV Gemeinschaft erleben, ihre Stärken entdecken und ihre Persönlichkeit entwickeln können.
Respekt
Persönliche Grenzen, Gefühle und die Würde jedes Menschen werden geachtet.
Aufmerksamkeit
Wir schauen nicht weg, wenn sich jemand unwohl fühlt oder Hilfe benötigt.
Verantwortung
Hinweise und Sorgen werden ernst genommen und nicht vorschnell bewertet.
Vertrauen
Wer Unterstützung sucht, soll gehört, ernst genommen und einbezogen werden.
Was wir unter Schutz verstehen
Kinder und Jugendliche sollen vor jeder Form von Gewalt, Grenzverletzung, Herabwürdigung und Machtmissbrauch geschützt werden.
Körperliche Gewalt
Gewalt, bewusstes Zufügen von Schmerzen und unangemessene körperliche Maßnahmen haben im Sport keinen Platz.
Psychische Gewalt
Dazu gehören Einschüchterung, Drohungen, Beschämung, Ausgrenzung und dauerhaftes Herabsetzen.
Sexualisierte Gewalt
Persönliche und körperliche Grenzen müssen respektiert werden. Grenzverletzungen werden nicht verharmlost.
Mobbing & Diskriminierung
Niemand darf wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Fähigkeiten, seines Aussehens oder anderer Merkmale abgewertet werden.
Digitale Grenzverletzungen
Respekt und Schutz gelten auch in Messenger-Gruppen, sozialen Medien sowie beim Umgang mit Bildern und Videos.
Missbrauch von Vertrauen
Trainerinnen, Trainer und Verantwortliche dürfen ihre besondere Stellung gegenüber jungen Menschen nicht ausnutzen.
Dein Gefühl zählt.
Vielleicht ist etwas passiert, das sich für dich falsch, unangenehm oder komisch anfühlt. Vielleicht machst du dir auch Sorgen um jemand anderen.
Du darfst Nein sagen.
Du darfst dir Hilfe holen.
Du bist nicht schuld.
Wir hören dir zu und nehmen dich ernst.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es um eine Trainerin, einen Trainer, eine andere erwachsene Person oder um andere Kinder und Jugendliche geht.
Fragen, die sich viele stellen
Manchmal ist es schwer, über etwas zu sprechen, das sich komisch angefühlt hat. Vielleicht schämst du dich, hast Angst, dass dir niemand glaubt, oder denkst „es war doch nicht so schlimm". Solche Gedanken haben schon viele Kinder und Jugendliche davon abgehalten zu reden – dabei ist genau das der erste wichtige Schritt. Hier sind Antworten auf Fragen, die sich viele stellen, bevor sie sich trauen.
Was, wenn mir keiner glaubt?
Du wirst ernst genommen. Das ist kein Sonderfall, sondern das, was du bei uns erwarten kannst.
Bekomme ich Ärger, wenn ich etwas sage?
Nein. Niemals. Du machst nichts falsch, wenn du erzählst, was dich beschäftigt.
Was, wenn es am Ende doch nicht so schlimm war?
Auch dann war es richtig, dass du gesprochen hast. Niemand wird dir das später vorwerfen.
Muss ich alles genau erklären können?
Nein. Es reicht, wenn du in deinen eigenen Worten erzählst, was passiert ist – auch wenn es erst mal nur ein komisches Gefühl ist.
Was, wenn ich die Person eigentlich mag?
Das darf trotzdem sein. Du kannst jemanden mögen und trotzdem sagen, dass dir etwas nicht gutgetan hat – beides ist gleichzeitig okay.
Kann ich auch erstmal nur fragen, ohne dass gleich etwas passiert?
Ja. Du kannst dich unverbindlich und auf Wunsch auch anonym melden, um erst mal zu sehen, wie es weitergeht.
Für Eltern, Trainer und Vereinsmitglieder
Für Eltern und Angehörige
Nehmen Sie Veränderungen, Sorgen oder ungewöhnliche Äußerungen Ihres Kindes ernst. Hören Sie ruhig zu und vermeiden Sie vorschnelle Bewertungen oder eigene Nachforschungen.
Sie können sich jederzeit an unsere Ansprechpersonen oder direkt an eine externe Beratungsstelle wenden.
Für Trainer und Betreuende
Wenn sich Ihnen ein Kind oder ein Jugendlicher anvertraut: Bewahren Sie Ruhe, hören Sie zu und versprechen Sie nichts, was Sie möglicherweise nicht einhalten können.
Dokumentieren Sie Äußerungen sachlich und holen Sie sich Unterstützung. Führen Sie keine eigenen Ermittlungen oder konfrontativen Gespräche.
Für alle im Verein
Auch Beobachtungen, Unsicherheiten oder zunächst schwer einzuordnende Situationen dürfen angesprochen werden.
Niemand muss allein entscheiden, ob eine Wahrnehmung bereits „schlimm genug“ ist.
Bestehende Schutzmaßnahmen beim TSV
Diese Regelungen und Ansprechmöglichkeiten bestehen bereits heute.
Erweiterte Führungszeugnisse
Alle Jugendtrainerinnen und Jugendtrainer benötigen ein erweitertes Führungszeugnis. Dieses muss regelmäßig erneut vorgelegt werden.
Feste Ansprechpersonen
Für Fragen oder Vorfälle im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt stehen zwei benannte Ansprechpersonen zur Verfügung.
Vertrauliche Kontaktaufnahme
Sorgen und Hinweise werden vertraulich behandelt. Eine Kontaktaufnahme ist auf Wunsch auch anonym möglich.
Verankerung in der Jugendleitung
Das Thema ist unmittelbar bei der Vereinsjugendleitung und damit innerhalb der Vereinsorganisation angesiedelt.
Unsere Ansprechpersonen
Die Ansprechpersonen sind für Kinder, Jugendliche und Erwachsene da. Auch eine erste unverbindliche Kontaktaufnahme ist möglich.
Wir hören zunächst zu und besprechen gemeinsam, welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Bei akuter Gefahr oder zwingenden gesetzlichen Verpflichtungen kann es notwendig sein, weitere verantwortliche oder zuständige Stellen einzubeziehen.
Externe Hilfe und Beratung
Eine Beratung außerhalb des Vereins kann jederzeit direkt und ohne vorherige Kontaktaufnahme mit dem TSV genutzt werden.
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern Regensburg
Kostenfreie, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Beratung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern und weitere Bezugspersonen.
Zur BeratungsstelleKreisjugendamt Regensburg
Kinder, Jugendliche, Eltern, Fachkräfte und Institutionen können sich bei Fragen, Sorgen oder möglichen Gefährdungssituationen an das Kreisjugendamt wenden.
Zum KreisjugendamtBLSV – Prävention sexualisierter Gewalt
Fachliche Unterstützung für Sportvereine bei Prävention, Schutzmaßnahmen und der Entwicklung eines Schutzkonzepts.
Informationen des BLSVBei einer akuten Gefahrensituation bitte nicht auf eine Antwort per E-Mail warten.
Wir entwickeln unsere Schutzmaßnahmen weiter
Jugendschutz und Prävention sind keine einmalige Aufgabe. Der TSV Kareth-Lappersdorf überprüft und ergänzt seine bestehenden Maßnahmen fortlaufend.
Weitere verbindliche Bausteine und Dokumente werden nach ihrer Abstimmung auf dieser Seite ergänzt.
- Verhaltens- und Ehrenkodex
- Handlungsleitfaden für Verdachtsfälle
- Regeln zu Nähe, Distanz und Kommunikation
- Schulungs- und Informationsangebote
- Weitere leicht zugängliche Beschwerdewege
Unsicherheit darf ausgesprochen werden.
Niemand muss einen Vorfall bereits vollständig beurteilen können, bevor er oder sie Unterstützung sucht.