Mehr als Sport.

1927–2027 · 100 Jahre TSV

Mehr als Sport. Gemeinschaft auf Kareths Höhen.

Plätze, Hallen, Mannschaften und sportliche Erfolge gehören zur Geschichte des TSV. Getragen wurde der Verein aber über Generationen von Menschen, die mitgemacht, Verantwortung übernommen, aufgebaut, organisiert und miteinander gefeiert haben.

Ehrenamt Gemeinschaft Jugend Vereinsleben

Die andere Vereinsgeschichte

Ein Sportverein entsteht nicht allein durch Sport. Er entsteht durch Menschen.

Die Geschichte des TSV lässt sich an Meisterschaften, Abteilungen und Sportstätten erzählen. Aber damit wäre nur ein Teil erzählt.

Schon in den frühen Jahren mussten Mitglieder Geräte beschaffen, Veranstaltungen organisieren, Sportflächen herrichten und Geld für den Vereinsbetrieb aufbringen. Später kamen Verwaltung, Jugendarbeit, Veranstaltungen, Gebäude, Technik und immer neue Aufgaben hinzu.

Manche Formen des Engagements haben sich verändert. Das Grundprinzip ist geblieben: Viele leisten etwas, damit etwas Gemeinsames entstehen kann.

Diese Seite erzählt deshalb bewusst nicht noch einmal die Sportgeschichte. Sie erzählt von dem, was Fußball, Abteilungen und Sportzentrum überhaupt erst möglich gemacht hat: von Menschen, Zusammenarbeit und Vereinsleben.

Von Generation zu Generation

Gemeinschaft zieht sich durch fast ein Jahrhundert.

Die Aufgaben waren 1927 andere als heute. Aber hinter vielen Wendepunkten der Vereinsgeschichte steht derselbe Gedanke: Jemand musste anfangen, organisieren und Verantwortung übernehmen.

Die Anfänge 1923–27

Es beginnt mit Menschen

Noch bevor es den TSV gab, musste jemand anfangen.

In Kareth entstand 1923 ein Vorläufer des späteren Vereins. Geräte mussten unter großen Mühen beschafft werden, und Einnahmen aus Veranstaltungen halfen, den Sportbetrieb überhaupt zu ermöglichen.

1927 schlossen sich die Sportvereine aus Kareth und Lappersdorf zusammen. Der neue Verein zählte bereits mehr als 150 Mitglieder.

Der rote Faden beginnt früh: Menschen geben Zeit, Wissen und persönliche Energie weiter, obwohl es zunächst kaum Strukturen und nur begrenzte Mittel gibt.
Auf Kareths Höhen 1920er

Gemeinsam einen Platz schaffen

Vereinsarbeit bedeutete ganz wörtlich: anpacken.

Der erste Sportplatz war keine fertige Anlage. Das Gelände musste von den Mitgliedern selbst hergerichtet und bespielbar gemacht werden.

Damit wurde der Sportplatz auf Kareths Höhen früh zu einem sichtbaren Ergebnis gemeinsamer Arbeit: Was alle nutzen wollten, mussten viele gemeinsam schaffen.

1933–1945 · Einschnitt

Auch Vereinsgemeinschaft ist nicht unabhängig von ihrer Zeit.

1933 wurde der Sportbetrieb des damaligen Vereins verboten. Vereinsvermögen, Geräte und Sportplatz wurden beschlagnahmt. Krieg, Arbeits- und Wehrdienst ließen das Vereinsleben schließlich weitgehend zum Erliegen kommen. Dieses Kapitel gehört zur TSV-Geschichte – ohne Verklärung und ohne sportliche Heldenerzählung.

Neubeginn ab 1945

Wieder anfangen

Nach dem Krieg musste der Verein praktisch neu entstehen.

Alte Mitglieder wurden zusammengerufen – und kamen zurück. Nach der Wiedergründung zählte der TSV bereits 260 Mitglieder. Die wirtschaftlichen Bedingungen blieben schwierig.

Sportkleidung und Fußballschuhe konnten zum Problem werden. Nach der Währungsreform wurden sogenannte „Bausteine“ verkauft, um notwendige Vorhaben mitzufinanzieren.

Der Verein wurde nicht einfach wieder eingeschaltet. Menschen mussten ihn erneut organisieren, finanzieren und mit Leben füllen.

1968–1976 · Gemeinsam Zukunft bauen

Das Sportzentrum wurde auch zu einem Gemeinschaftswerk.

Die vollständige Baugeschichte gehört auf die eigene Sportzentrum-Seite. Für diese Geschichte ist etwas anderes entscheidend: Verein, Gemeinden und Schulverband mussten über Jahre zusammenarbeiten.

Auch die Mitglieder selbst beteiligten sich mit Geld, Aktionen und Eigenleistungen. Vieles, was später selbstverständlich zur Vereinsanlage gehörte, entstand nicht allein auf dem Papier, sondern durch praktische Mitarbeit.

Am 31. Dezember 1976 wurde das Vereinszentrum beim ersten großen Silvesterball offiziell seiner Bestimmung übergeben – als sportliche Heimat und zugleich als Stätte der Begegnung.

1974 · Auf der Baustelle Noch ist das Vereinszentrum Baustelle. Wenige Jahre später wird es zum Mittelpunkt eines immer größeren Vereins.
1976 · Verein und Gemeinde Die Hartplatzeröffnung verbindet Sport, kommunale Zusammenarbeit und gemeinsames Feiern.

Vereinsleben jenseits des Trainings

Sport schafft Anlässe. Gemeinsames Erleben schafft Erinnerungen.

1977 · 50 Jahre TSV Siegerehrung im Festzelt. Jubiläen waren immer auch Treffpunkte der Vereinsgemeinschaft.

Vereinsgeschichte spielt sich nicht ausschließlich auf Sportplätzen und in Hallen ab. Jubiläen, Feste und gemeinsame Veranstaltungen gehörten immer wieder zum Leben des TSV.

1977 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert. 1987 präsentierten sich die Abteilungen beim 60. Geburtstag des Vereins in der neuen Dreifachturnhalle.

Zum 75-jährigen Jubiläum 2002 organisierte der TSV eine ganze Festwoche. Unterschiedliche Sport- und Thementage führten schließlich zu einem Tag der Familie mit Kinderolympiade.

Seit 2025 wird diese Tradition in neuer Form fortgeführt: Kinderolympiade und Familienfest bilden ein gemeinsames Wochenende, am Vorabend bringt eine Rockparty Menschen auf dem Sportgelände zusammen. Zur ersten Ausgabe 2025 kamen mehr als 500 Gäste.

Ein Verein lebt nicht nur davon, dass Menschen gemeinsam trainieren. Er lebt auch davon, dass sie sich begegnen, miteinander feiern und gemeinsame Erinnerungen schaffen.

Wenn Gemeinschaft gebraucht wird

Nicht nur beim Training füreinander da.

Gemeinschaft zeigt sich besonders dann, wenn Gewohntes plötzlich nicht mehr funktioniert – oder wenn Hilfe über den eigenen Verein hinaus gebraucht wird.

2020–2022 · Pandemie

Abstand halten – und trotzdem Verein bleiben.

Mit Beginn der Corona-Pandemie kam der Sportbetrieb zeitweise vollständig zum Stillstand. Später musste Training unter immer wieder veränderten Regeln neu organisiert werden. Für Abteilungen, Trainerinnen und Trainer, Verantwortliche und Mitglieder bedeutete das eine lange Phase des Improvisierens und Neuplanens.

Trotz dieser Unterbrechungen blieb die Mitgliederbasis des TSV vergleichsweise stabil. Als Sport und Veranstaltungen wieder möglich wurden, musste auch das gemeinsame Vereinsleben Schritt für Schritt neu beginnen.

Engagement über den Verein hinaus

Gemeinschaft endet nicht am Vereinsgelände.

Der TSV beteiligt sich auch an gemeinsamen Aktionen in der Gemeinde. Beim Adventsmarkt 2022 gingen aus dem Erlös jeweils 3.000 Euro an die Tafel und den Arbeitskreis Integration.

Beim Adventsmarkt 2025 kamen durch die beteiligten Vereine insgesamt mehr als 9.000 Euro zusammen. Der Markt stellte den Betrag den Grund- und Mittelschulen für Umweltprojekte zur Verfügung.

Mehr als Sport heißt auch: Verantwortung endet nicht an der eigenen Mannschaft, der eigenen Abteilung oder am Rand des Sportplatzes.
Fast ein Jahrhundert später

Aus wenigen Sportgruppen wurden 18 Abteilungen.
Aus Sportflächen wurde ein großes Sportzentrum.

Aber kein Gebäude, keine Mannschaft und keine Veranstaltung organisiert sich selbst. Hinter der Entwicklung des TSV stehen Generationen von Menschen, die Aufgaben übernommen haben – sichtbar auf dem Platz oder ganz selbstverständlich im Hintergrund.

Menschen hinter dem Sport

Viele prägen den Verein, ohne im Ergebnis zu stehen.

Trainerinnen und Trainer, Betreuer, Eltern, Abteilungsverantwortliche, Vorstände und Helfende sorgen dafür, dass aus einem Sportangebot eine Vereinsgemeinschaft wird.

1989 · Die Jugendtrainer Ein Gruppenbild der Menschen hinter dem Nachwuchs – stellvertretend für viele Generationen von Betreuung und Jugendarbeit.

Für die nächste Generation.

Kinder und Jugendliche erleben zunächst Training, Wettkampf und Gemeinschaft. Dahinter stehen Menschen, die Stunden vorbereiten, Mannschaften begleiten, Fahrten organisieren und Verantwortung übernehmen.

Oft wird diese Arbeit erst sichtbar, wenn jemand sie nicht mehr übernimmt. Dabei gehört sie zu den dauerhaftesten Leistungen eines Sportvereins: Erfahrungen, Wissen und Begeisterung an die nächste Generation weiterzugeben.

01

Verantwortung

Vereinsführung, Abteilungen, Trainer, Jugendleitungen und viele weitere Funktionen halten den organisatorischen Rahmen zusammen.

02

Nachwuchs

Kinder- und Jugendarbeit bedeutet mehr als Training: Begleitung, Vorbild, Gemeinschaft und Verantwortung gehören ebenso dazu.

03

Anpacken

Vom ersten Sportplatz über Eigenleistungen an Vereinsanlagen bis zum heutigen Arbeitseinsatz: Viele Aufgaben entstehen praktisch.

04

Begegnung

Feste, Jubiläen und Veranstaltungen verbinden Menschen auch außerhalb ihrer eigenen Mannschaft oder Abteilung.

Gemeinschaft heute

Was man sieht – und was dahintersteckt.

Das Familienfest 2026 führt diese Entwicklung fort und zeigt beispielhaft, welche Größenordnung ehrenamtlich organisierte Vereinsarbeit inzwischen erreichen kann.

Familienfest 2026 Ein Sportgelände voller Menschen. Für Besucher ist es ein gemeinsamer Sonntag. Im Hintergrund stehen Planung, Organisation, Betreuung und viele helfende Hände.

Ein Sonntag. Viele Aufgaben.

Kinderolympiade, Tombola, Sportangebote, Verpflegung, Siegerehrung, Auf- und Abbau: Ein großes Vereinsfest besteht aus vielen einzelnen Aufgaben.

Genau darin verbindet sich die Gegenwart mit der Geschichte des TSV: Menschen übernehmen etwas für andere und machen dadurch gemeinsames Erleben möglich.

ca. 250 Kinder bei der Kinderolympiade
36 Kampfrichterinnen und Kampfrichter
11 Riegenführerinnen und Riegenführer
1.800 Preise bei der Tombola
1.800 Preise – gemeinsam vorbereitet Die Tombola war nur ein Teil des Familientags und zeigt trotzdem, wie viel Organisation hinter dem Wochenende steckte.
Vereinsleben hört nicht mit dem Schlusspfiff auf

Gemeinschaft entsteht auch dort, wo niemand Punkte zählt.

Rocknacht, Familienfest, Jubiläum oder Kinderolympiade: Solche Momente gehören ebenso zur Vereinsgeschichte wie Tabellen, Meisterschaften und Sportstätten.

100 Jahre TSV sind deshalb nicht nur 100 Jahre Sport.
Sie sind auch 100 Jahre Anpacken, Verantwortung, Begegnung und Zusammenhalt.