Sportzentrum Auf Kareths Höhen.
Wie aus Sportplätzen ein gemeinsames Sportzentrum wurde.
Hallen und Plätze, Vereinsräume und kommunale Sportstätten: Was heute selbstverständlich zusammengehört, ist über Jahrzehnte gewachsen – durch die Zusammenarbeit von TSV, Gemeinden, Schulen und vielen Menschen, die mit angepackt haben.
Als ein neuer Sportplatz dringend gebraucht wurde
Ende der 1960er-Jahre stand der TSV vor einer grundlegenden Frage: Wo sollte der Sport in Zukunft stattfinden?
Der bisherige Sportplatz bot auf Dauer keine ausreichende Perspektive mehr. Zugleich entwickelte sich der TSV immer stärker vom fußballgeprägten Verein zu einem Verein mit mehreren Abteilungen und wachsenden Mitgliederzahlen.
Am 22. Februar 1968 machte Albert Stroh den damaligen Bürgermeister auf die Notwendigkeit eines neuen Sportplatzes aufmerksam. Im folgenden Jahr bat der TSV die Gemeinden Kareth und Lappersdorf offiziell um Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Lösung.
Aus der Suche nach einem neuen Sportplatz wurde nach und nach die Idee eines ganzen Sportzentrums.
Warum gerade hier – auf Kareths Höhen?
Wer heute auf das Sportzentrum schaut, sieht eine zusammenhängende Anlage mitten im Markt Lappersdorf. Als die entscheidenden Planungen begannen, sah die kommunale Landkarte noch anders aus: Kareth und Lappersdorf waren – mit eigenen Bürgermeistern, Gemeinderäten und gewachsenen Ortsidentitäten.
Manche Wörter auf dieser Seite waren für frühere Generationen ganz selbstverständlich, sind heute aber weniger geläufig oder hatten damals eine besondere Bedeutung. Deshalb erklären wir ausgewählte Begriffe dort, wo sie für die Geschichte wichtig werden. Violett unterstrichene Begriffe lassen sich anklicken oder antippen.
Der Sport verband beide Orte schon viel länger. Seit 1927 trug der gemeinsame Verein Kareth und Lappersdorf im Namen. Seine frühen Sportplätze lagen bei Kareth. Zu den ersten Sportorten gehörte auch ein Spielfeld beim . Die Lage auf der Hochfläche über dem Regental erklärt auch den im TSV seit Generationen gebräuchlichen Ausdruck „auf Kareths Höhen“.
Nach 1945 veränderte sich die Umgebung stark. Neue Wohngebiete entstanden, viele Familien zogen zu, Schulen und Sportangebote wuchsen. Parallel entwickelte sich der TSV vom lange vor allem durch Fußball geprägten Verein zum Mehrspartenverein. Aus einer vereinsinternen Platzfrage wurde deshalb zunehmend eine Aufgabe für den ganzen örtlichen Sport.
Besonders symbolträchtig: Das Vereinszentrum entstand im Grenzbereich der damals noch selbständigen Gemeinden Kareth und Lappersdorf.
Aus einem Platzproblem wird eine gemeinsame Aufgabe
Ende der 1960er-Jahre ging es zunächst ganz praktisch um einen neuen Sportplatz. Der für das bisherige Gelände lief aus, der TSV wuchs und zugleich brauchten auch die Schulen verlässliche Flächen für den Schulsport. Aus mehreren einzelnen Bedürfnissen entstand deshalb Schritt für Schritt ein gemeinsames Projekt.
Eine wichtige Rolle spielte der damalige . Am 23. September 1970 fasste er weitreichende Beschlüsse für die weitere Entwicklung. Damit wurde aus der reinen Suche des TSV nach einem Ersatzplatz eine Planung, die Schule, Gemeinden und Verein zusammenführte.
Im Mittelpunkt stand die Idee, Flächen und Anlagen nicht mehrfach nebeneinander zu schaffen, sondern sie gemeinsam zu planen und gemeinsam zu nutzen. Am 5. Oktober 1973 konnte die neue schließlich für Schulen und Verein freigegeben werden.
Die Entwicklung fiel zugleich in eine Zeit, in der im Umfeld des in der Bundesrepublik vielerorts neue Sportplätze, Hallen und Bäder entstanden.
Vom Platzproblem zum Sportzentrum
Zwischen dem ersten Hinweis auf die schwierige Platzsituation und der Übergabe des Vereinszentrums lagen nicht einmal neun Jahre. Dazwischen wurde geplant, verhandelt, gebaut, ausprobiert und immer wieder gemeinsam nach Lösungen gesucht.
Albert Stroh macht Bürgermeister Schindlbeck auf die Notwendigkeit eines neuen Sportplatzes für den TSV aufmerksam.
Georg Heitzer bittet die Gemeinden Kareth und Lappersdorf offiziell um Hilfe bei der Suche nach einem neuen Gelände, weil der Pachtvertrag für den alten Sportplatz ausläuft.
Der Schulverband Lappersdorf trifft grundlegende Entscheidungen für die künftige Sportanlage. Damit wird der Schulsport zu einem festen Teil der gemeinsamen Planung.
Noch während das Gelände im Entstehen ist, nutzen die Stockschützen bei passender Witterung bereits eine provisorische Eisfläche. Das Sportzentrum beginnt also gewissermaßen schon vor seiner Fertigstellung zu leben.
Die neue Kampfbahn Typ C wird für die Nutzung durch Schulen und Verein freigegeben. Der erste große Teil des neuen Sportstandorts ist damit in Betrieb.
TSV-Vorstand und Bürgermeister besuchen gemeinsam eine Sportanlage in Parsberg. Die Informationsfahrt soll Anregungen für das geplante Vereinszentrum liefern.
Bürgermeister, Fraktionsvorsitzende und Vereinsausschuss beraten im Gemeindesaal Lappersdorf gemeinsam über das weitere Vorgehen.
Die ortsansässigen Architekten werden aufgefordert, sich mit einem Planentwurf um den Planungsauftrag zu bewerben.
Der Planungsauftrag geht an den Karether Architekten Erich Zankl.
Die Gemeinderäte aus Kareth und Lappersdorf beraten gemeinsam mit dem Vereinsausschuss und klären wesentliche offene Fragen des Bauvorhabens.
Schulverband und TSV schließen eine Vereinbarung über die gegenseitige Nutzung der Sportstätten und ihrer Nebenanlagen. Das gemeinsame Nutzungsprinzip erhält damit eine langfristige Grundlage.
Mit dem werden die rechtlichen Grundlagen für das Vereinszentrum festgeschrieben.
Das Landratsamt genehmigt die Baupläne. Nun kann der Bau des Vereinszentrums entscheidend vorankommen.
Richtfest für den Hallentrakt des Vereinszentrums.
Der Sandplatz wird mit einem Spiel Gemeinderäte gegen Vereinsausschuss und einem anschließenden Bierfest eingeweiht – Sport und Begegnung gehören von Anfang an zusammen.
Die ersten beiden Tennisplätze werden eingeweiht. Eine weitere Sportart erhält auf Kareths Höhen dauerhaft ihren Platz.
Wegearbeiten und Kinderspielplatz im werden abgeschlossen. Der Standort wird damit auch als Freizeit- und Begegnungsraum weiterentwickelt.
Die wichtigsten Bauarbeiten am Vereinszentrum sind abgeschlossen.
Beim ersten großen Silvesterball wird das Vereinszentrum offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Pläne, Beschlüsse und Bauarbeiten hatten Gesichter
Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht von allein. Hinter den Sitzungen, Verträgen und Bauabschnitten standen Menschen aus Verein und Gemeinden, die ganz unterschiedliche Aufgaben übernahmen.
Albert Stroh
Albert Stroh gehörte zu jener Generation, die den TSV nach dem Krieg über viele Jahre prägte. Er war von 1966 bis 1968 Vorsitzender und anschließend bis 1972 Kassier. Am 22. Februar 1968 sprach er Bürgermeister Albert Schindlbeck auf ein Problem an, das sich nicht mehr aufschieben ließ: Der TSV brauchte einen neuen Sportplatz. Dieser Vorstoß steht am Beginn der Entwicklung, aus der wenige Jahre später das Sportzentrum hervorging.
Georg Heitzer
Unter Georg Heitzer, TSV-Vorsitzender von 1968 bis 1973, veränderte sich der Verein grundlegend. Neue Sportgruppen wurden in den TSV aufgenommen, der Bedarf an gemeinsamen Räumen und Sportflächen wuchs. 1969 bat Heitzer die Gemeinden Kareth und Lappersdorf um Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Gelände. Die spätere Vereinschronik führt auch erste Überlegungen für ein gemeinsames Heim des wachsenden Vereins auf ihn zurück.
Albert Schindlbeck & Xaver Schäffner
Albert Schindlbeck für Kareth und Xaver Schäffner für Lappersdorf begleiteten die Entwicklung in einer Zeit, in der beide Gemeinden noch selbständig waren. Schindlbeck stand zugleich von 1973 bis 1976 an der Spitze des TSV. Dass Bürgermeister, Gemeinderäte und Verein bei Planung und Entscheidungen immer wieder gemeinsam am Tisch saßen, war eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen des Projekts.
Herbert Sinz
Als der Bau des Vereinszentrums konkret wurde, übernahm Herbert Sinz als 2. Vorsitzender und eine zentrale Rolle. Grundstücksfragen, Finanzierung, Vereinsorganisation und der Zusammenhalt des schnell wachsenden Mehrspartenvereins mussten gleichzeitig bewältigt werden. Die spätere Vereinschronik beschreibt ihn als wichtigen Ideengeber und Motor dieser Entwicklung. Bei der offiziellen Übergabe 1976 stand er gemeinsam mit Schindlbeck und Schäffner für das Zusammenspiel von Verein und Gemeinden.
Fritz Köhler & Erich Zankl
Konkrete Vorstellungen kamen auch aus dem Verein selbst. Bei der gemeinsamen Sitzung am 4. Februar 1974 legte der TSV eine Ideenplanung des Architekten Fritz Köhler aus der Schachabteilung vor. Sie fand weitgehende Zustimmung. Danach wurden örtliche Architekten zur Bewerbung aufgefordert; am 7. März 1974 erhielt der Karether Architekt Erich Zankl den offiziellen Planungsauftrag für das Vereinszentrum.
Erich Dollinger jun., Albrecht Pirzer & Hans Müller
Ein großes Bauvorhaben brauchte neben Ideen auch finanzielle Disziplin, Förderer und viele helfende Hände. Kassier Erich Dollinger jun. wird in den damaligen Berichten für die finanzielle Grundlage des Projekts hervorgehoben. Albrecht Pirzer und Hans Müller gehörten zu den treibenden Kräften des . Müller stand zugleich für die neuen Abteilungen: Als Mitgründer und späterer Leiter der stark wachsenden Skiabteilung erlebte er unmittelbar, wie dringend der TSV zusätzliche Sportmöglichkeiten benötigte.
Ein Vereinszentrum – und ein großer Kraftakt
Sportplätze allein reichten längst nicht mehr. Neue Abteilungen kamen hinzu, der Verein wuchs und es fehlten Hallenflächen, Umkleiden, Gemeinschafts- und Funktionsräume. Deshalb entstand parallel zur Sportanlage die Idee eines eigenen Vereinszentrums.
Die Planung war von Anfang an eng mit den Gemeinden verbunden. Nach der Informationsfahrt nach Parsberg wurden örtliche Architekten einbezogen; den Auftrag erhielt schließlich Erich Zankl aus Kareth. Gemeinderäte und Vereinsvertreter saßen bei wichtigen Entscheidungen gemeinsam am Tisch.
Auch die rechtliche Konstruktion war Teil dieses Modells: Der TSV sollte sein Vereinszentrum eigenständig nutzen und betreiben können, während Verträge zugleich die Interessen der Gemeinden und die gegenseitige Nutzung der Sportanlagen absicherten.
Das Vereinszentrum entstand im engen Zusammenspiel von TSV, Gemeinden und vielen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern.
Viele halfen selbst mit
Die Vereinschronik beschreibt einen regelrechten Wettbewerb der Abteilungen darum, wer den eindrucksvollsten Beitrag zum Bau leisten konnte. Mitglieder investierten Zeit, handwerkliche Arbeit und persönliche Kontakte. Diese waren kein schmückendes Beiwerk, sondern ein wichtiger Teil des Projekts.
Mut trotz knapper Ausgangslage
Die alte Vereinschronik nennt für den TSV zu Beginn lediglich 20.000 Anfangskapital. Der vorgesehene Vereinsanteil am Projekt lag 1974 zunächst bei 400.000 DM und wurde später auf 550.000 DM angehoben. Das zeigt, wie ambitioniert das Vorhaben für einen ehrenamtlich geführten Verein war.
Organisation, Sparsamkeit und Unterstützung
In den damaligen Berichten werden unter anderem Kassier Erich Dollinger jun. sowie der Förderausschuss um Albrecht Pirzer und Hans Müller hervorgehoben. Neben öffentlichen Partnern, Spenden und Eigenleistungen halfen auch Unterstützer aus der örtlichen Wirtschaft, Finanzierungslücken zu schließen.
Gemeinsame Nutzung wurde ausdrücklich geregelt
Besonders wichtig für die weitere Geschichte war die Vereinbarung vom 8. April 1975 zwischen Schulverband und TSV. Sie regelte die gegenseitige Nutzung der Sportstätten und Nebenanlagen. Damit wurde ein Prinzip, das aus praktischer Zusammenarbeit entstanden war, dauerhaft abgesichert.
Der Erbbaurechtsvertrag vom 14. Mai 1975 ergänzte diese Grundlage für das Vereinszentrum. So entstand ein Modell, in dem Verein und öffentliche Partner eng verbunden waren, ohne ihre jeweiligen Aufgaben aufzugeben.
Ein gemeinsames Projekt wird sichtbar
Die historischen Aufnahmen zeigen nicht nur Gebäude und Anlagen. Sie zeigen auch die Menschen und die Zusammenarbeit, die hinter dem neuen Sportzentrum standen.
Die Gemeindehalle erweitert die Möglichkeiten
In den 1980er-Jahren folgte der nächste bedeutende Schritt. Unmittelbar beim bestehenden Sportzentrum entstand die neue Gemeindehalle.
Mit ihrer Dreifachhalle und zusätzlichen Räumen eröffnete sie dem Schulsport und den Sportvereinen neue Möglichkeiten. 1987 wurde die Halle offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Schon der Name macht einen wichtigen Unterschied deutlich: Es war keine weitere Vereinshalle, sondern eine kommunale Sportstätte.
Schulen nutzen sie für den Unterricht, der TSV für zahlreiche Trainingsangebote und Wettkämpfe. Auch andere Vereine und Gruppen finden dort Raum. Am 24. Oktober 1987 feierte der TSV seinen 60. Geburtstag mit einem großen sportlichen Festabend in der neuen Halle – alle Abteilungen zeigten dort Ausschnitte aus ihrem Sportangebot.
Der Gedanke blieb derselbe: Sportstätten gemeinsam schaffen und gemeinsam nutzen.
Elf Jahre verändern das Sportzentrum
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim direkten Vergleich der beiden historischen Luftbilder.
Verein und Gemeinde – Seite an Seite
Die Gemeindehalle ergänzte das bestehende Sportzentrum nicht als isolierter Neubau. Sie wurde Teil eines gewachsenen Ganzen.
TSV-Anlagen, kommunale Sportstätten und schulisch genutzte Bereiche liegen unmittelbar nebeneinander. Unterschiedliche Träger und Nutzer teilen sich einen gemeinsamen Sportstandort.
Kinder lernen Teile der Anlagen bereits im Schulsport kennen und kehren am Nachmittag zum Vereinstraining zurück. Der TSV nutzt kommunale Sportstätten, zugleich werden Einrichtungen am Sportzentrum auch von Schulen, anderen Vereinen und weiteren Gruppen genutzt.
Dieses Prinzip zeigte sich auch bei der umfassenden Sanierung der TSV-Halle von 2018 bis 2020. Die Erneuerung wurde mit der schulischen Nutzung als zusätzliche Sporteinheit verbunden. Damit knüpfte die jüngere Entwicklung direkt an die Grundidee des Standorts an: Sportstätten gemeinsam weiterentwickeln und vielfältig nutzen.
Mehr als reine Zweckbauten
Auch wurde Teil des Sportzentrums. Zwei Werke prägen bis heute das Umfeld der Gemeindehalle.
Glasfenster von Manfred G. Dinnes
Manfred G. Dinnes schuf die Glasfenstergestaltung für das Sportzentrum Lappersdorf. Die abstrakten Formen sind bis heute Teil der Architektur.
Dinnes (1950–2012) stammte aus Regensburg und arbeitete als Maler, Bildhauer und Glasgestalter. Nach Ausbildung in Bereichen wie Kirchenmalerei und Restaurierung sowie weiterer Beschäftigung mit Glasgestaltung studierte er Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und wurde dort . 1980 erhielt er den der Stadt Regensburg.
Ball-Skulptur von Ernst Geserer
Vor der Gemeindehalle steht Geserers markante Ball-Skulptur. Kugel und aufstrebende Formen geben dem Werk einen unmittelbaren Bezug zu Sport und Bewegung.
Ernst Geserer, 1944 in Regensburg geboren, arbeitet seit 1976 freischaffend. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören Bildhauerei, Kunst am Bau, Kleinplastik und Zeichnung. Von 1978 bis 1988 war er zudem als freiberuflicher Dozent am Institut für Kunsterziehung der Universität Regensburg tätig; 1990 erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Regensburg.
Ein Sportzentrum, das nie wirklich „fertig“ war
Mit Vereinszentrum und Gemeindehalle war der entscheidende Grundstock gelegt. Fertig war der Standort damit aber nie. Neue Sportarten kamen hinzu, bestehende Abteilungen wuchsen und die Anforderungen an Umkleiden, Hallen, Plätze und technische Ausstattung veränderten sich immer wieder.
Schon die Entwicklung der Tennisanlage zeigt diesen Wandel: 1976 wurden zunächst zwei Plätze eingeweiht, später wuchs daraus eine deutlich größere Anlage. Auch Fußball, Leichtathletik, Eisstock, Kegeln und die zahlreichen Hallensportarten hinterließen im Laufe der Jahrzehnte ihre Spuren auf dem Gelände.
Besonders deutlich wurde das noch einmal seit dem Ende der 2010er-Jahre. Innerhalb weniger Jahre wurden nicht nur Gebäude erneuert, sondern auch zentrale Außensportanlagen technisch und baulich auf einen neuen Stand gebracht. Die Maßnahmen betrafen damit fast das ganze Spektrum des Sportzentrums – vom Hallensport über Fußball bis zur Leichtathletik.
Die Gemeindehalle kommt hinzu
Die kommunale Dreifachturnhalle erweitert den Standort um neue Möglichkeiten für Schulsport, TSV-Abteilungen und weitere Vereine und Gruppen.
Neue Außensportumkleiden
Weil die vorhandenen Umkleidemöglichkeiten für den Außensport in der Gemeindehalle nicht mehr ausreichen, wird das Sport- und Freizeitzentrum um neue Umkleideräume erweitert.
Die Kegelbahn wird erneuert
Auch bestehende Anlagen werden nicht nur erhalten, sondern an neue Anforderungen angepasst. Die Kegelbahn gehört zu den Bereichen, die grundlegend modernisiert werden.
Die TSV-Halle wird umfassend saniert
Der Hallentrakt des Vereinszentrums wird grundlegend erneuert. Die Sanierung wird zugleich mit der schulischen Nutzung als zusätzliche Sporteinheit verbunden. 2020 ist die große Maßnahme abgeschlossen.
LED-Flutlicht und neuer Kunstrasen
Mit einem neuen Modernisierungspaket beginnt die nächste größere Erneuerungsphase. Die Flutlichtanlagen werden auf LED-Technik umgestellt und der in die Jahre gekommene Kunstrasen vollständig erneuert.
Leichtathletikanlagen werden erneuert
Auch Laufbahn, Weitsprung und Kugelstoß werden grundlegend saniert. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten 2024 ist eine weitere große Modernisierungsphase des Sportzentrums beendet.
Erhalten, anpassen und weiterentwickeln
Das Sportzentrum bleibt ein gewachsener Standort, dessen Gebäude und Anlagen laufend gepflegt, erneuert und an neue Anforderungen angepasst werden. Aus einem einzelnen Sportplatz ist ein komplexes Sport- und Freizeitareal geworden.
Rund sieben Hektar Sport und Begegnung
Heute umfasst der gemeinsame Sportstandort rund . Dazu gehören unterschiedliche Hallen und Spielfelder, modernisierte Leichtathletikanlagen, Tennisplätze, Kunstrasen, Bereiche für Eisstock und Kegeln sowie weitere Sport- und Funktionsräume. Nicht alles gehört demselben Träger – gerade das Nebeneinander von Vereinsanlagen und kommunalen Einrichtungen ist bis heute charakteristisch.
Das Gelände erzählt deshalb keine abgeschlossene Baugeschichte. Es erzählt eine Geschichte des ständigen Weiterentwickelns – und des immer neuen Aushandelns gemeinsamer Lösungen.
Ein gemeinsames Sportzentrum
Heute wird häufig vom „TSV-Gelände“ gesprochen. Im Alltag ist das verständlich – schließlich befinden sich hier das Vereinszentrum und viele Sportstätten des TSV.
Historisch betrachtet ist der Standort aber mehr.
Eigene Anlagen des TSV stehen neben Einrichtungen der Marktgemeinde. Schulen nutzen Teile des Sportzentrums ebenso wie Sportvereine. Unterschiedliche Gruppen trainieren und begegnen sich auf demselben Gelände.
Gerade dieses Zusammenspiel hat den Standort stark gemacht. Gemeinde und Verein haben über Jahrzehnte immer wieder gemeinsam Lösungen gefunden. Gleichzeitig brachte sich der TSV mit ehrenamtlicher Arbeit, Organisation und intensiver Nutzung der Anlagen in diese Partnerschaft ein. Die großen Modernisierungen der Jahre 2018 bis 2024 zeigen, dass dieses Zusammenspiel bis in die Gegenwart hinein weiterwirkt.