100 Jahre TSV Kareth-Lappersdorf
Unsere Geschichte – Eine Zeitreise
Der nachstehende Versuch, die Geschichte des TSV-Kareth-Lappersdorf zu schildern, begegnete enormen Schwierigkeiten. Der Verein besitzt aus der Gründungszeit und der Zeit danach keine einzige schriftliche Aufzeichnung. Alles wurde bei der Machterschleichung 1933 und später beim Zusammenbruch vernichtet. Von vornherein wird deshalb um Nachsicht gebeten, wenn sachliche Fehler oder Lücken vorhanden sind. Grundlage des Berichts sind die Erinnerungen einiger Gründungsmitglieder.
Lassen wir deshalb die Zeitzeugen selbst erzählen:
Chronik – TSV Kareth Lappersdorf 90 Jahre
In den 1920er Jahren blühte das weltanschaulich gebundene Vereinswesen. Da gab es die „Katholischen Arbeiterunterstützungsvereine“, im Nachbarort Reinhausen den „St. Josefs-Arbeiterverein, die Sportvereine der Pfarreien in der „Deutschen-Jugend-Kraft“ (DJK) mit ihren Unterabteilungen, andererseits gab es die mehr sozialistisch orientierten und gewerkschaftlich organisierten Vereine wie „Athletenbund“, „Freier Kraftsportverein Regensburg“, den „Arbeiter-Turn- und Sportbund“ mit seinen „Freien Turn- und Sportverein“, und schließlich die mehr bürgerliche, konservative „Deutsche Turnerschaft“, ebenfalls mit vielen Unterabteilungen.
Während in L a p p e r s d o r f schon seit längerer Zeit eine Unterabteilung des „Freien Kraftsportvereins Regensburg“, die allerdings nur Schwerathletik betrieb, und die „Deutsche-Jugend-Kraft“ bestanden, wurde ein Sportverein in K a r e t h, angeregt durch ein Bayerisches Turnfest in Regensburg 1922, erst im Jahre 1923 gegründet. Im Anschluss an einen „Bunten Abend“, damals zusammen mit der „Freien Regensburger Turnerschaft“ beim „Schmid-Bräu“ in Kareth veranstaltet, war die Gründungsversammlung.
Erster Vorstand wurde Sepp Blößl. Etwa 40-50 Mitglieder, namentlich nicht mehr genau bekannt, traten damals dem neugegründeten Verein bei, mit dem Ziel, sich in Schwer- und Leichtathletik, im Geräteturnen und in Gymnastik, in Turnspielen und sogar in Artistik (Jongleure) sportlich zu betätigen. Unter großen Mühen und Opfern wurden die erforderlichen Geräte beschafft. Der Erlös aus Veranstaltungen hielt den jungen Verein finanziell über Wasser.
Große Verdienste um den Sport erwarben sich damals H e r r J a k o b D e u b l e r und seine Gattin, die Sonntag für Sonntag aus Regensburg nach Kareth kamen, um die sportlichen Übungsstunden zu leiten. So konnte der Verein an verschiedenen Wettbewerben und Bezirksturnfesten teilnehmen und dabei beachtliche Erfolge, u. a. auch einige erste Plätze, erringen. Voraussetzung und Grundlage für die gesunde Weiterentwicklung des Vereins war allerdings ein Sportplatz.
Unser Sportplatz
Immer mehr gewann damals der Fußballsport an Beliebtheit. So wollte natürlich auch die Karether Jugend Fußball spielen. Ihr Spielfeld war beim Karether Sommerkeller. Weil aber der Ball oft in die Felder geschossen wurde, gab es immer wieder Schwierigkeiten. Da kam der Wirt des inzwischen dorthin verlegten Vereinslokals, Herr Biersack, zur Hilfe.
Er hatte aus dem Gelände der aufgelassenen Ziegelei Zinstag Grundstücke entlang der heutigen Bergstraße erworben, von denen er dem Verein ein ausreichend großes zum Sportplatzbau für zunächst 20 Jahre verpachtete. Die Mitglieder mussten es allerdings erst bespielbar machen. In mühevollster Arbeit wurde der Platz, auf dem sich ein riesiger Berg aus zerbrochenen Dachziegeln erhob, eingeebnet und gewann allmählich Gestalt.
Die unmittelbare Nachbarschaft zweier Arbeitersportvereine in Kareth und in Lappersdorf drängte geradezu zum Zusammenschluss. Dieser erfolgte 1927 im Vereinslokal, angeregt durch die Herren Schindler, Horn, Blößl, Fellner, Schuierer, Rothballer, Dollinger und viele andere. Über 150 Mitglieder zählte damals der Verein. Beide Vereine gaben sich nun den Namen: „Freier Turn- und Sportverein Kareth-Lappersdorf“.
Weil in Lappersdorf, ebenso wie früher in Kareth, kein Fußballplatz vorhanden war, sich nun aber auf dem neuen Sportplatz in Kareth eine ausgezeichnete Möglichkeit zum Fußballspiel bot, schlossen sich viele Spieler der damaligen Pfarrjugendgruppe „DJK-Lappersdorf“ dem TSV an. So konnte die Einweihung des Sportplatzes „auf Kareth’s Höhen“ das erste Fußballspiel der neugegründeten Fußballabteilung bei wunderschönem Wetter gestartet werden.
Der erste Gegner war Burglengenfeld, gegen den der TSV haushoch verlor. Für den jungen Verein aber war es trotzdem ein voller Erfolg, weil sich ihm daraufhin viele Sportbegeisterte anschlossen und seitdem die Treue halten.
- Zusammenschluss der Vereine
- über 150 Mitglieder
- Fußballabteilung entsteht
- Sportplatz auf Kareth’s Höhen
Spielbetrieb bis 1933
Nach der Gründung 1927 nahm die Fußballabteilung des TSV den ordentlichen Spielbetrieb auf, allerdings nur innerhalb der Arbeitersportvereine. Gegner waren die „Freie Turnerschaft Regensburg“, der „Freie Turn- und Sportverein Reinhausen“, außerdem Ponholz, Pirkensee, Leonberg, Teublitz, Haidhof, Burglengenfeld und andere. Die Gruppenmeister spielten um die Bezirksmeisterschaft, dann um die Kreismeisterschaften Südbayern und Nordbayern und schließlich um die Landesmeisterschaft.
Besonders herausragende Erfolge hat der TSV aus dieser Zeit nicht zu verzeichnen. Neben der Fußballabteilung betrieben die übrigen Sparten des Vereins ihre Sportarten mit Begeisterung und Idealismus weiter. 1929/30 wurde eine Handballmannschaft gegründet, später sogar eine Damenhandballmannschaft. Rückblickend zeigt sich, dass sich damals fast jedes Vereinsmitglied in irgendeiner Sparte sportlerisch aktiv betätigte.
1933, Auflösung und Verbot
Im Jahre 1933, nach der Machtübernahme durch Hitler, wurde der Verein praktisch lahmgelegt. Der Sportbetrieb wurde verboten, das Vermögen des Vereins, die Geräte und der Sportplatz beschlagnahmt, einzelne Mitglieder verhaftet und die übrigen Mitglieder unter Androhung der Verhaftung gewarnt, irgendwie noch für den Verein tätig zu werden. Da kam ein Retter in der Not.
Das Weiterbestehen des Vereins ist der unbestrittene Verdienst des späteren langjährigen Vorstandes des TSV und ehemaligen Bürgermeisters der Gemeinde Kareth, Josef W i r l. Er vollzog damals den Anschluss des TSV an die noch nicht verbotene „Deutsche Turnerschaft“.
Nach der „Gleichschaltung“ konnte der normale Spielbetrieb weitergehen. Die Fußballabteilung musste in der untersten Spielklasse B beginnen. Alle Spieler waren beim Verein geblieben. Außerdem erhielt besonders die Fußballabteilung Zuwachs aus den Reihen der ebenfalls verbotenen Arbeitersportvereine Reinhausen und Weichs. Immer noch betrug die Mitgliederzahl des Vereins etwa 150. Immer noch wurden verschiedene Sportarten betrieben.
Allmählich jedoch, bedingt auch durch Reichsarbeitsdienst und Wehrdienst, schlief der Sportbetrieb ein, mit Ausnahme des Fußballs. Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 erlosch dann auch der Fußballbetrieb. Nur hin und wieder spielte die HJ, oder prominente Parteimitglieder veranstalteten ein „Reklamespiel“.
Nach Kriegsende wurde 1945 wieder begonnen. Auf Anregung der Herren Wimmer und Horn rief damals Herr Gleich, als 1. Vorstand, den Sportverein erneut ins Leben. Die alten Mitglieder wurden gerufen und alle kamen. Obwohl versucht worden war, die Ausübung aller Sportarten im TSV wieder aufzunehmen, überlebte nur die Fußballabteilung. Sie begann 1946 in der A-Klasse. Der Sportplatz wurde nochmals nach Norden und Westen erweitert.
Unter ihrem nunmehrigen „Motor“ Anderl W e i n schaffte die erste Mannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse, fiel wieder heraus, erreichte ihn nochmals. Im Mai 1945, nach Beendigung des Krieges, war, ähnlich wie 1933, wieder einmal „alles am Boden zerstört“. Im Leben des Volkes, wie im Leben des Einzelnen, musste wieder von vorne begonnen werden. Die Zeit der Militärregierung, des „Schwarzen Marktes“ und der Währungsreform war da. Schlecht wie diese Zeit, wie das Papier, auf dem das erste Protokoll am 8. Mai 1947 durch Albert Stroh aufgezeichnet wurde.
Der Verein zählte nach der Wiedergründung bereits 260 Mitglieder. Als typisches Zeichen der Zeit weist das Protokoll auf, dass die Dressfrage „wegen ungünstigen Wirtschaftsverhältnissen“ nicht gelöst werden konnte und dies trotz eines Kassenbestandes von 6000 Reichsmark. Bei den Spielen wurde erstmals eine „Platzpolizei“ aufgestellt. Bereits 1947 befasste man sich wiederum mit dem Thema Platzvergrößerung.
Eine außerordentliche Versammlung wurde auf Anordnung der Militärregierung einberufen, nachdem „Amnestierte“ keine führenden Posten innehaben durften. Die Bildung einer Boxstaffel wurde ins Auge gefasst, jedoch ließ sich dieser Gedanke nicht realisieren. Eine Abänderung des Vereinsnamens in „FC Regensburg-Nord“ oder „Sportverein Nord“ wurde in Erwägung gezogen, aber nicht durchgeführt. In die Währungsreform am 20. Juni 1948 ging der TSV Kareth-Lappersdorf mit einem Kassenstand von 8393 Reichsmark.
Infolge der Währungsumstellung entstand eine bedrohliche Situation für den Verein, nachdem die Frage der Platzerweiterung keinesfalls abgeschlossen war. Zur Finanzierung beschloss man „Bausteine“, um 50 Pfennig pro Stück, zu verkaufen. Nun wurde die Frage der Beschaffung von Fußballschuhen zum Problem, nachdem kein Geld dafür vorhanden war.
Aus den Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass der Besuch außerordentlichen Mitgliederversammlung 20 Tage nach der Währungsreform sehr mäßig war, „was auf die momentane Geldknappheit im Allgemeinen schließen lässt“. Der Mitgliederstand fiel 1949 auf 167 zurück. Der Kassenbestand betrug nun 200 DM. Wegen Geldknappheit wurde der Antrag des Platzwartes Schindler abgelehnt, den Kauf oder die Pacht eines Feldstückes an der westlichen Längsseite des Sportplatzes durchzuführen.
Das war ein Beschluss, den wir heute noch bedauern, denn in den nachfolgenden Jahren tauchte immer wieder die leidige Frage „Problem Sportplatz“ auf. Zu allem Überfluss zeigten sich in diesem Jahr auch noch Spaltungserscheinungen zwischen Kareth und Lappersdorf, die aber in der Sitzung am 9. Mai 1949 beigelegt werden konnten. Leo Hopfengärtner als neugewählter Kassier erklärte, dass die Kasse auf dem „Nullpunkt“ stehe. Trotzdem gelang es, das Spielfeld um 5 Meter zu verbreitern.
Als erste Spende einer Gemeinde gingen 50 DM aus Lappersdorf ein. Die Alte-Herren-Mannschaft musste mangels Fußballschuhen, Dreß usw., aus dem Spielbetrieb zurückgezogen werden. Schlechte Zeiten waren für den Verein angebrochen. – Doch schon zwei Jahre später (1951) erhielt die erste Mannschaft neue Spielerhemden mit Rückennummern. Der Kassenbestand betrug 1006 DM. Pausenlos wurde 1950 um die Verlängerung des Pachtvertrages für das Spielfeld verhandelt.
Im April 1951 wurde Standardverteidiger Anton Beck für sein 250. Spiel geehrt. Im Spieljahr 1950/51 wurde erstmals der Aufstieg von der A-Klasse in die Kreisliga Oberpfalz geschafft. Noch allen wird das Sommernachtsfest bei der Aufstiegsfeier in Erinnerung sein. Die Zeiten wurden besser und man erhöhte den Beitrag auf monatlich 80 Pfennig. Das Jahr 1952 sah die Fertigstellung das Kabinen und Waschräume.
Die Verhandlungen um den Pachtvertrag zogen sich nun schon 2 Jahre hin und immer noch wurde keine Einigung erzielt. Damals tauchte auch bereits der Gedanke auf, zu Trainingszwecken eine Beleuchtungsanlage zu errichten. Aber erst 1966 konnte das in die Tat umgesetzt werden. 1953 errangen die Schüler die Stadtmeisterschaft. Die erste Mannschaft konnte sich in der Bezirksklasse fünf Jahre halten und stieg dann 1955/56 wieder ab.
Im Spieljahr 1961/62 schaffte unsere Elf wiederum den Aufstieg in die Bezirksliga und konnte sich dort mit wechselndem Erfolg bis jetzt den Klassenerhalt sichern.
Das 40 Jährige Gründungsfest des TSV wurde vom 7. Juli bis 16.Juli 1967 gebührend gefeiert. Gesellschaftlicher Höhepunkt war der Auftritt des Roider-Jackl im Festzelt. Als sportlicher Leckerbissen wurde ein Spiel der Bayernliga-Mannschaften SpVgg Weiden gegen FC Schwandorf geboten.
Das Jubiläum war glanzvoller Höhepunkt, aber auch das Ende der Ära Anderl Wein und Albert Stroh beim TSV. Müde geworden von 20 Jahren ehrenamtliche Tätigkeit an verantwortlicher Stelle gaben sie die Leitung des Vereins an jüngere Hände. Mit Georg Heitzer übernahm ein junger dynamischer Mann die Führung. Auf ihn warteten gewaltige Probleme. Die Pacht für den Sportplatz war drastisch erhöht worden und das Gelände gleichzeitig gekündigt. Die logische Folge davon war eine leere Vereinskasse.
Im Gemeindebereich hatten sich Sportgruppen gebildet (Ski, Turnen, Stockschützen), die regen Zulauf hatten und sich anschickten, dem TSV an sportlicher Bedeutung den Rang abzulaufen. Georg Heitzer war der Aufgabe gewachsen. Mit viel Elan, mit Umsicht und Geschick vollzog er die Wandlung des TSV vom reinen Fußballverein zum Großverein mit einem vielfältigen Angebot an sportlicher Betätigung.
Alle Probleme des Auf- und Abstiegs, der Finanzen usw., wurden im Laufe der Jahre überwunden, doch drohend stand vor uns noch die Frage des Spielplatzes. Im Jahre 1971 lief der Pachtvertrag aus. Niemand wusste, wie diese Frage gelöst werden soll; doch dies war kein Grund zur Resignation. Die wechselvolle Geschichte der letzten 40 Jahre zeigt, dass es immer wieder Männer gegeben hat, die mit Idealismus und Tatkraft den Verein durch die „Klippen der Zeit“ gesteuert haben.
Das Vertrauen galt der Vorstandschaft, die auch diesmal wieder den richtigen Weg gehen wird.
Das Vereinszentrum des TSV Kareth-Lappersdorf wird am Sylvesterball 1976 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Damit findet ein Gemeinschaftswerk mit Modellcharakter seinen glücklichen Abschluss: der Schulverband und die Gemeinden Lappersdorf und Kareth haben gemeinsam mit dem Sportverein ihrer Gemeinden als Träger ein großes und kostspieliges Bauvorhaben verwirklicht. Dieses Gemeinschaftswerk ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert.
Unsere erfreulichste und zugleich erstaunlichste Erfahrung, die in der Zeit der Planung und der Bauausführung gemacht werden konnte, war die Tatsache, dass trotz der großen Probleme und der hohen Investitionen, die zu verantworten waren, die Zusammenarbeit zwischen den Partnern erstaunlich reibungsarm verlaufen ist. Erstaunlich ist dies, da in eine solche „Ehe auf Zeit“ jeder der recht unterschiedlichen Partner seine eigenen Vorstellungen, Erwartungen und auch Vorurteile mitbringt.
Die Erfahrungen bei unserem Projekt haben jedoch gezeigt, das Probleme und Spannungen zwischen den Partnern nicht wegdiskutiert werden müssen, sondern weitgehend geklärt werden können, wenn die offene Diskussion gesucht wird. Viele der Gemeindevertreter hatten verständliche Anfangsschwierigkeiten, sich mit dem Gedanken zu befreunden, ihre Entscheidungshoheit mit einer Institution teilen zu müssen, deren ehrenamtliche Führung alle drei Jahre wechselt.
Mit der Schaffung eines Finanz- und eines Bauausschusses, an deren Entscheidungen die Vertreter der Gemeinden ständig und maßgeblich beteiligt waren, konnte eine, alle Seiten überzeugende Transparenz unserer Tätigkeit erreicht werden. Diese Transparenz der Arbeit hat sicher ihren Anteil an dem gewachsenen Vertrauen, das die Herren Bürgermeister und Gemeinderäte im Laufe der Bauzeit den Verantwortlichen des Vereins entgegengebracht haben.
Die mag unseren Gemeindevertretern die verantwortungsvollen Beschlüsse erleichtert haben, mit denen die den Löwenanteil der Finanzierung des Bauvorhabens den gemeindlichen Haushalten aufbürdeten. Für das große persönliche Vertrauen und für die überaus großherzige finanzielle Unterstützung wurde allen Verantwortlichen von Herzen gedankt.
Allen voran galt dieser Dank dem unermütlichen „Patronus“, Herrn Bürgermeister Xaver Schäffner, der auch in kritischen Situtationen stets in gewohnt souveräner und freundschaftlicher Weise dem Verein zur Seite stand und, wo auch immer nötig, mit kritischer Distanz das Werk vorantrieb. Ohne sein rastloses Interesse und sein umsichtiges Handeln wäre (allen anderen Bemühungen zum Trotz) unser Vereinsheim nicht Wirklichkeit geworden.
Das große finanzielle Engagement der Gemeinden führte aber nicht nur zur Forderung nach Transparenz der Bautätigkeit, sondern auch zur Suche nach einer juristisch einwandfreien Form der Absicherung der berechtigten Interessen der gemeindlichen Partner. Mit der Unterzeichnung eines Erbbaurechtsvertrages am 14. Mai 1975 wurde auch für dieses Problem eine exemplarische Lösung gefunden. Solange der TSV das Vereinszentrum im Sinne seiner Satzung nutzt und betreibt, ist er uneingeschränkt Hausherr.
Bei krisenhaften Entwicklungen oder gar bei Auflösung des Vereins würde das Bauwerk an die Gemeinden übergeben. Daneben wurde zwischen dem Schulverband Lappersdorf und dem Verein ein Vertrag geschlossen, der die gegenseitige Nutzung aller Sportstätten und deren Nebenanlagen langfristig regeln soll. Dieser Vertrag – am 8. April 1975 unterzeichnet wurde und auch fortgeschrieben wurde – ist inzwischen zur Grundlage des geregelten Sportbetriebs in unseren Gemeinden geworden (wenngleich einige Stellen im Laufe der Zeit im Sinne echter Partnerschaft neu formuliert werden müssten). Einige Anmerkungen zur Rolle des Dritten im Bunde – des TSV Kareth-Lappersdorf seien hier erlaubt. Auch sein Beitrag zu dem großen Gemeinschaftswerk darf wohl beispielhaft genannt werden.
Es gehört schon einiger Optimismus dazu, mit einem Anfangskapital von DM 20.000,– ein solches Werk finanzieren zu wollen. In jenem ersten Beschluss der Partner vom 4. Februar 1974 war der TSV-Anteil auf DM 400.000,– festgelegt worden; in der Sitzung am 11. September 1974 wurde er, den gestiegenen Kostenerwartungen entsprechend auf DM 550.000,– erhöht. Es kann mit einigem Stolz gesagt werden, dass der TSV einen beträchtlich höheren Anteil an den zu finanzierenden Summen erbracht hat.
Solche Summen kann ein Verein in keinem Falle aus seinem Beitragsaufkommen finanzieren. Und doch haben der TSV und seine Mitglieder und Freunde auch ihren nicht unwesentlichen finanziellen und persönlichen Beitrag zum Vereinsheim erbracht. Mit einer unnachahmlich sparsamen Haushalts- und Kassenführung hat unser damaliger Kassier Erich Dollinger jr. einen Grundstock von DM 40.000,– legen können. Die Aktivitäten des Förderausschusses unter Albrecht Pirzer und Hans Müller erbrachten weitere DM 17.000,-.
Dabei wurde gerade hier ein besseres Ergebnis erwartet. Es gab aber erstaunlich viele Bürger Lappersdorfs und Kareths, auf deren finanzielle Unterstützung des Gemeinschaftswerks wir vergeblich gewartet haben. Allen Freunden des Vereins und allen Mitgliedern, die ihre Verbundenheit und ihr Interesse durch Spenden bekundet haben und dies heute noch bekunden, recht herzlichen Dank.
Zum TSV-Anteil an der Finanzierung des Projekts zählen auch die Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern. Die Abteilungen wetteiferten miteinander, wer den eindrucksvollsten Beitrag zum Gelingen des Bauwerks erbringen kann. Es ist eine erfreuliche Erfahrung, zu sehen, wie viele Mitglieder auch heute noch bereit sind, für eine gemeinsame Sache Zeit und Mühe aufzuwenden.
Die Erfahrungen, die bei der Suche nach Finanziers für den „Rest“ des Vereinsanteils gemacht wurden, stimmten die Verantwortlichen oft recht nachdenklich. (Und nicht allein des häufig unverständlichen Verwaltungswustes wegen!) Offen und herzhaft war da nur die Zusammenarbeit mit der damaligen Brauerei „Bischofshof“ Regensburg, deren Hilfe das Fundament der Finanzierung wesentlich verstärkte.
Die Herren Direktoren Brunner und Klupak, sowie Braumeister Weindl vertrauten auch in die Zeiten nach der Vereinsführung, als der in Aussicht genommene Eröffnungstermin der Gaststätte in weite Ferne zu rücken schien. Enttäuschungen gab es dagegen bei Verhandlungen mit öffentlichen Geldgebern, wie dem Landkreis, dem Bezirk, mit dem Landesjugendring oder dem Arbeitsamt (ABM-Mittel) sowie anfänglich mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen.
Soweit die Anträge nicht sofort abgelehnt wurden, blieben die Ergebnisse (nach langer Wartezeit) weit hinter den Ansätzen zurück. Die große Hoffnung war und bleibt auch heute noch der BLSV, der Staatsmittel zur Förderung des Sportstättenbaues zu verteilen hat. Bei aller freundschaftlichen Unterstützung musste der Verein von der BLSV-Zentrale in München auf die ersten Gelder warten und – was die Situation enorm erschwerte – zwischenfinanzieren.
Das lag einmal daran, dass der bayerische Staat jährlich, je nach Haushaltslage nur sechs oder acht Millionen DM für diese Zwecke zur Verfügung gestellt hatte, dass aber andererseits beim BLSV nach Aufhebung der „Olympiasperre“ Anträge von Vereinen im Wert von rund 120 Millionen DM eingegangen sind.
Betrachtet man diese Situation kritisch, so drängt sich die Frage auf, ob der Staat nicht eine für alle Seiten wirtschaftlichere Lösung dieser Finanzierungsfragen für den Sportstättenbau früher wie heute finden muss. Schließlich beteuern unsere Politiker bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass der Sport und das Ehrenamt zu einer der wichtigsten öffentlichen Aufgaben sei. Der Kreis der Gedanken schließt sich.
Am Anfang stand die Absicht, dem TSV Kareth-Lappersdorf, der Organisation aller sportbegeisterten Bürger unserer beiden Gemeinden, einen Ort der Begegnung zu schaffen – eine Aufgabe von weitreichender Bedeutung für das Leben in unseren Gemeinden, eine wahrhaft „öffentliche Aufgabe“. Das Werk ist vollendet – dank der gemeinsamen Anstrengungen des Schulverbands, der Gemeinden Lappersdorf und Kareth sowie des Vereins.
Was bleibt, ist die Verpflichtung aller, dieses herrliche Vereinszentrum mit Leben zu erfüllen und es zu hegen, wie es die Bedeutung und der Wert dieses Gemeinschaftswerks verlangt. Das Haus steht an der Grenze zwischen Kareth und Lappersdorf und setzt an exponierter, landschaftlich schöner Stelle einen besonderen architektonischen Akzent. Es wurde ein weiterer Akzent gesetzt.
Der Bau des Vereinszentrums hat die Gemeinden und den TSV zusammengeführt, und ist zum Symbol der Gemeinsamkeit auch nach der Zeit der Zusammenlegung unserer Gemeinden geworden. Wir haben einen Teil dazu beigetragen, dass unser Haus zur Stätte der Begegnung für a l l e Bürger Lappersdorfs und Kareths geworden ist.
I. Der Bau der Kampfbahn Typ C
- 22.02.1968 Albert Stroh macht Bürgermeister Schindlbeck auf die Notwendigkeit eines Sportplatzneubaus für den TSV aufmerksam
- 06.07.1969 G. Heitzer ersucht die Gemeinden Lappersdorf und Kareth, dem TSV bei der Suche nach einem neuen Platz behilflich zu sein, da der Pachtvertrag für den alten Platz ausläuft.
- 23.09.1970 Der Schulverband Lappersdorf fasst weitreichende Beschlüsse.
- 19.01.1972 Endgültige Verteilung des ungedeckten Bedarfs zwischen Kareth und Lappersdorf 40 : 60 v. H.
- 05.10.1973 Der Schulverband gibt die Anlage für die Nutzung durch die Schulen und den Verein frei.
II. Der Bau des Vereinszentrums des TSV Kareth-Lappersdorf
- 27.01.1974 Informationsfahrt des Vorstands des TSV mit den Bürgermeistern nach Parsberg
- 04.02.1974 Gemeinsame Sitzung der Bürgermeister, Fraktionsvorsitzenden und des Vereinsausschusses im Gemeindesaal Lappersdorf.
- 05.02.1974 Aufforderung an alle ortsansässigen Architekten sich mit einem Planentwurf für den Planungsauftrag zu bewerben.
- 07.03.1974 Vergabe des Planungsauftrages an Architekt Erich Zankl, Kareth
- 11.09.1974 Eine gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte aus Kareth und Lappersdorf mit dem Vereinsausschuß regelt die wichtigsten offenen Fragen.
- 23.07.1975 Das Landratsamt genehmigt die Baupläne. Das Kellergeschoß kann bis Jahresende errichtet werden.
- 24.06.1976 Richtfest für den Hallentrakt
- 30.10.1976 Kleines „Richtfest“
- 20.12.1976 Abschluß der wichtigsten Bauarbeiten am Vereinszentrum
- 31.12.1976 1. Großer Silvesterball des TSV
III. Bau der Platzanlagen im Südteil, der Wanderwege und des Kinderspielplatzes im Gintner-Hölzl
- Frühjahr 76 Der Rasenplatz muß zum zweiten Mal saniert werden.
- 03.05.1976 Das Ministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen erteilt die vorläufige Baugenehmigung.
- 04.07.1976 Einweihung des Sandplatzes durch ein Spiel Gemeinderäte contra Vereinsausschuß mit anschließendem Bierfest
- 07.08.1976 „Einweihung“ der beiden Tennisplätze
- 13.10.1976 Abschluß der Wegearbeiten und der Arbeiten am Kinderspielplatz.
- Vereinszentrum fertiggestellt
- Silvesterball als feierlicher Auftakt
- Sport- und Begegnungsstätte für Kareth und Lappersdorf
Die 50-Jahr-Feier
Die Freude über das neue Heim war groß. Das 50. Gründungsfest des Vereins stand deshalb ganz im Zeichen des Sportzentrums. Rechtzeitig zum großen Jubiläum hat die Fußballabteilung dem Jubilar ein angemessenes Geschenk bereitet. Als Meister der A-Klasse stieg die 1. Mannschaft in die Bezirksliga auf.
60 Jahre TSV
Fiel die Fertigstellung des neuen Vereinsheims mit der Feier des 50-jährigen Gründungsfestes zusammen, so war auch der 60. Geburtstag des Vereins außergewöhnlich. Mit der Fertigstellung der neuen Dreifachturnhalle der Gemeinde wurde das Sport- und Freizeitangebot nochmals erweitert. Was lag näher, als den 60. Geburtstag in der neuen Halle mit einem großen sportlichen Festabend zu begehen. Am 24. Oktober 1987 zeigten alle Abteilungen in bunter Folge einen Einblick in ihre sportlichen Betätigungen und gaben so ein lebendiges Bild vom Sport und Spielangebot des junggebliebenen Jubilars.
Das Glück des Tüchtigen
Nicht alles im Leben ist planbar, das Glück gehört dazu; und dieses hatte der TSV, als ihm 1993 das Losglück ein Gastspiel des FC Bayern München bescherte. Vor der Rekordkulisse von 5 000 Zuschauern siegten am 30.Juli 1993 Matthäus, Scholl, Thon, Cerny und Co. mit 8 : 0. Bruno Labadia war mit 5 Treffern erfolgreichster Torschütze.
70 Jahre TSV
Dieses Gründungsfest wurde in kleinerem Umfang gefeiert, nicht als Fest für den Gesamtverein. So feierte beispielsweise die Tennisabteilung ihr 25. Gründungsfest mit einem Dia-Vortrag. Im Rahmen des Familienfestes gastierte mit dem Regionalligisten TSV Wacker 50 Burghausen ein namhafter Gegner auf Kareth’s Höhen und am 19.September 1997 wurde ein Geburtstagsfest der besonderen Art gefeiert. Eigens dazu angeheuert wurde das Vergnügungsschiff MS Renate II.
75 Jahre TSV
Immer noch junggeblieben !!!. In der Festwoche vom 13.07.2002 bis 21.07.2002 feierten wir das 75 jährige Gründungsfest mit verschiedenen Thementagen. Begonnen wurde mit einem festlichen Ehrenabend. Am Tag der Marktgemeinde versuchten die Leichtathleten einen Weltrekordversuch über 10.000 m. Leider wurde dieser nicht geschafft.
Die Schützen der damaligen Sektion Lampertz führten einen bayerischen Jubiläumszweikampf (Schießen und Kegeln) durch und die Fußballer hatten prominente Gastmannschafften aus Hainsacker, Lorenzen und Sadtamhof für das Kleinfeld-Fußballturnier zu Gast. Am Tag der Fußballabteilung war der Höhepunkt das Spiel der 1. Mannschaft gegen den SSV Jahn 2000. Der Tag des Breitensports stand ganz im Zeichen aller Abteilungen. Den Abschluss der Festwoche rundete dann der Tag der Familie ab.
Umrahmt mit einem festlichen Gottesdienst, einem Schachund Tennisturnier und der 25. Kinderolympiade.
Mit Unterstützung der Marktgemeinde und des Bayerischen Landessportverbandes erweiterte der TSV Kareth-Lappersdorf 2009 und 2010 das beispielhafte Sport- und Freizeitzentrum Lappersdorf um eine weitere große Investition. Das Sportzentrum, das weit über die Region hinaus ein Aushängeschild für den Verein und den Markt darstellt, wurde dadurch für die Zukunft weiter verbessert.
Der Anbau mit den Außensportumkleiden war schon lange überfällig, da die bestehenden Außenumkleiden in der Gemeindehalle von ihrer Größe her nicht mehr ausreichend waren.
Sportliche und strukturelle Entwicklung seit 2010
- 2011 Die Rock’n’Roll-Abteilung richtete die Deutsche Meisterschaft im Boogie-Woogie aus. Damit präsentierte sich der TSV weit über die Region hinaus als leistungsfähiger und engagierter Gastgeber.
- 2012–2015 Zur Saison 2012/13 stieg die erste Fußballmannschaft in die neu geschaffene Landesliga Mitte auf. Nach dem Abstieg 2014 wurde der TSV bereits in der Saison 2014/15 Meister der Bezirksliga Oberpfalz Süd und kehrte unmittelbar in die Landesliga zurück.
- 2015–2025 Nach dem Wiederaufstieg gehörte die erste Fußballmannschaft zehn Spielzeiten in Folge der Landesliga Mitte an. Erst am Ende der Saison 2024/25 folgte der Abstieg in die Bezirksliga.
- 2017 und 2019 Die Ratisbona Eagles schlossen sich 2017 dem TSV als Ultimate-Frisbee-Abteilung an. Seit 2019 besteht zusätzlich eine eigene Kinder- und Jugendabteilung.
- 2018 Die Generalsanierung und Erweiterung der TSV-Sporthalle wurde auf den Weg gebracht. Für das mit rund 2,7 Millionen Euro veranschlagte Projekt wurde der vorzeitige Maßnahmenbeginn genehmigt.
- 2018–2025 Die Ü40-Fußballer gewannen seit ihrer ersten Teilnahme am regulären Punktspielbetrieb acht Meisterschaften in Folge und qualifizierten sich wiederholt für die Bayerische Meisterschaft.
- 2022 Die umfassende Generalsanierung der Laufbahn und des Kunstrasenplatzes wurde auf den Weg gebracht. Für die langfristige Sicherung der stark genutzten Außensportanlagen waren Gesamtkosten von rund 887.000 Euro vorgesehen.
- 2024/25 Die U15-Fußballer wurden Meister der Bezirksoberliga Oberpfalz und stiegen anschließend in die Bayernliga Ost auf.
- 2025 Am 22. und 23. März richteten die Ratisbona Eagles in der Gemeindehalle Lappersdorf die Deutsche U17-Indoor-Meisterschaft im Ultimate Frisbee mit zehn Mannschaften aus.
- 2026 Nur ein Jahr nach dem Abstieg wurde die erste Fußballmannschaft Meister der Bezirksliga Oberpfalz Süd. Mit 74 Punkten und einem Torverhältnis von 89:29 gelang die direkte Rückkehr in die Landesliga.
- 2026 Die Ski- und Bergsportabteilung des TSV und der Förderverein Blindenskisport Lappersdorf wurden für ihr langjähriges Engagement mit dem Bayerischen Engagiert-Preis in der Kategorie „Ausdauer“ ausgezeichnet.
- 2026 Miriam Gubler belegte bei der Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaft im Schach in der Altersklasse U12 weiblich mit sechs Punkten den dritten Platz.
Ein moderner Mehrspartenverein
Mittlerweile hat sich der Verein immer wieder weiterentwickelt. Verschiedenste Sportarten sind hinzugekommen und haben die Vielfalt des TSV weiter vergrößert. Gastvereine beherbergt der TSV ebenso in seinen Räumen, darunter Echo Kareth, ein bereits seit mehr als 100 Jahren bestehender Schützenverein, sowie der Eisstockverein Lappersdorf ESV.
Die damaligen Vorstände sowie der jetzige Vorstand haben sich die Förderung von Bewegung, Gesundheit, Integration, Gewalt- und Drogenprävention, Erziehung und Bildung sowie ehrenamtlichem Engagement zum Ziel gesetzt. Weiterhin soll den Bürgerinnen und Bürgern ein sinnvolles und vielseitiges Sportangebot zu erschwinglichen Preisen geboten werden.
Viele Gebäude und Einrichtungen des Sportzentrums sind inzwischen in die Jahre gekommen. Notwendige Sanierungen müssen deshalb schrittweise geplant und durchgeführt werden. Für den Verein ist dies ein großer Kraftakt, der ohne Unterstützung und öffentliche Fördermittel kaum zu bewältigen sein wird.
Wir sind jedoch zuversichtlich, auch bei diesen Aufgaben die richtigen zukunftsorientierten Entscheidungen zu treffen und das Sportzentrum dauerhaft für die kommenden Generationen zu erhalten. Selbstverständlich geht all dies nicht ohne engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch ihr Ehrenamt den Verein heute wie damals am Leben erhalten.
- rund 2.800 Mitglieder
- 18 Abteilungen
- größter Sportverein im Landkreis Regensburg
- 100-jähriges Vereinsjubiläum im Jahr 2027